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Brigitte
. BALGO

 
Durch die Verbindung zu Helmut Krieg (Gitarrist von Sperrmüll) lernte ich Brigitte kennen. Diese Seite widmet sich nun Ihr, ihrer Malerei und ihrem künstlerischen Schaffen.



Brigitte wurde in Viersen am Niederrhein (neben Borussia Mönchengladbach *g*) geboren und lebt seit 1981 in Antibes/ Cote d' Azur.
In ihren Bildern verarbeitet sie wenn es nicht gerade Portraits sind, exotische Motive, wie Natur, Vögel, hauptsächlich natürlich Papageien, und Meer z.B., « die Sehnsucht nach Weite, Freiheit, Frieden und weit ab von Menschen und der ganzen Hektik und Profitgier, jedenfalls mal eine längere Zeit. Der größte Wunsch wäre einmal nach Costa Rica, Mexiko, Brasilien, den Amazonas mit seinen herrlichen Papageien reisen... aber das wird wird wohl nie geschehen. Also wird das gemalt wovon man halt träumt.
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Als sie in Antibes mit ihrem Mann lebte und natürlich mit ihrem Papagei "Balgo", waren die ersten Jahre mit dem Aufbau eines Geschäftes in einem fremden Land doch relativ schwer. Als dann der Kommerz endlich super lief, wurde ihr Mann schwer krank. Und in dieser Zeit flüchtete sie sich in ihre heile schöne Welt, die sie in bunten Farben auf Leinwand verewigte. « Auch wenn Papagei "Balgo" sie nach 26 Jahren verließ, mit dem Künstlernamen BALGO bleibt er unvergessen. Aber ohne Federvieh im Haus ist ihr Leben undenkbar. Seit ein paar Wochen nun ist wieder piepsendes Leben in der Bude! Mit "Tweety" ( ein Sperlingspapagei oder Katharinensittich) lässt es sich besser malen, bzw. sollte man denken...
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Günther aka Krautrockseite: Hallo Brigitte, schön dass Du Dir für meine Leser die Zeit nimmst. War die Rolle Doppelgängerin von Heidi Brühl zu sein, ein Segen oder Fluch?

Brigitte: Weder noch. Ein Fluch auf keinen Fall. Mal davon abgesehen, dass ich dadurch
viele nette Leute kennengelernt habe, ein bisschen Show-World schnuppern konnte. Das Beste an der ganzen Zeit war, dass ich Heidi Brühl persönlich kennenlernen konnte.
Als sie starb war ich ja in Südfrankreich und wurde nur durch den Telefonanruf meiner
Mutter davon unterrichtet. Ich wusste zwar, dass sie krank war, aber man hat es ihr nie
angemerkt, eine Kämpfernatur halt, die viel zu früh von uns ging und uns sicher noch mit guter Musik und Gesang begeistert hätte, zumal sie auch ihren Stil geändert hatte, in eben eine modernere Richtung. Auch kümmerte sie sich stark um den musikalischen Nachwuchs. So ein Multitalent - im Moment wüsste ich keines... Nun gut, ich bin ja
auch etwas weit ab vom Schuss. Na ja, vielleicht findet Dieter Bohlen ja jemanden, der Heidi ersetzen könnte... (sorry, sollte ein Scherz sein)

Günther: Welche Begegnung (Künstler/ Künstlerin) hat Dich bisher am meisten beeindruckt?

Brigitte: Sicherlich in Deutschland war es Heidi Brühl. Und hier in Frankreich, war es zweifelsohne der Künstler/ Maler/ Dessinateur Raymond Peynet. Als Kind habe ich in Viersen immer lange vor einem Porzellangeschäft gestanden und die Zeichnungen auf den Tellern, Vasen und seine Figürchen bewundert.
Erst als ich hier von ihm Plakate von Ausstellungen und seinen Motiven sah, kam mir wieder zu Bewusstsein, wer dieser Künstler war. Und dass er ausgerechnet in Antibes wohnte, war mir auch unbekannt. Und dass ich ihn in unserer Boutique oft bediente, *lol* seine Hosen kürzte, ohne zu wissen, wer das war, fand ich absolut umwerfend. Er stellte sich nun mal nicht vor mit : "Ich bin der Künstler Peynet!"
Ein total liebenswürdiger und bescheidener älterer Herr. Erst als ihn ein Kunde ehrfürchtig um ein Autogramm bat und mich aufklärte, war mir diese Ehre erst bewusst. 1999 ist er gestorben.

Günther: Wen möchtest Du mal gerne kennenlernen und malen? Brigitte Bardot ?

Brigitte:
Na also Brigittchen Bardot habe ich ja nun gemalt, kenne ich nur per Briefpost und leider noch nicht persönlich. Sie wäre auch gerne mal zu einer Vernissage von mir gekommen. Sie geht nur mühsam an zwei Stöcken und müsste an beiden Hüften operiert werden... macht sie aber nicht. Ansonsten... mmmh?

Günther:
Welches Jahrzehnt war für Dich das Spannendste - politisch, kulturell?

Brigitte: oh là... schwer zu sagen... zuerst würde ich mal sagen: die erste bemannte Mondlandung am 20. Juli 1969 war für mich "Sternengucker" ein Wahnsinnsereignis! Oder die 60'/ 70er... die "sorglosen Jahre" « les années insouciance » um es mit Brigitte Bardot zu sagen.

Günther: Was wäre Dein absolutes Traummotiv?

Brigitte: Also ein absolutes Traummotiv habe ich nicht (mehr). Meine Motive kommen spontan. Ich male ja auch nicht ständig. Auch habe ich soviele Ideen im Kopf, dass ich nicht weiß, welche ich verwirklichen soll. Plötzlich kommt ein "Blitz oder Geistesblitz" und ich lege los. Mal ein Portrait, mal ein Schiff, eine Landschaft oder meine geliebten Papageien.

Günther:
Woran arbeitest Du gerade?

Brigitte:
Im Moment an keinem Bild, sondern ist restauriere und bemale einen kleinen Beistelltisch. Auf Möbelmalerei habe ich mich auch spezialisiert, man muss ja schließlich auch leben. Nur Bilder, das ernährt nicht. Aber ich male auch Wände an, entwerfe und nähe Taschen und alles Mögliche - no problème.

Günther: Was verbindest Du heute mit deutscher Rockmusik?

Brigitte: tja, also mit "deutscher Rockmusik" hier an der Côte d'Azur verbindet mich leider nichts mehr. Im Juli diesen Jahres spielten doch ausnahmsweise in Antibes /Juan-les-Pins die Scorpions.
Leider war ich zu diesem Zeitpunkt verhindert, die hätte ich mir gerne angesehen bzw. angehört.
Mit Charlie Winston habe ich dann einen kleinen Ersatz gefunden. *g* Der ist gut der Bursche!
Wie oft habe ich daran gedacht, wie es wohl gewesen wäre, wenn mein Mann weiter Musik gemacht hätte. Er war ein Super-Gitarrist und Saxophonist. Aber nein, er bevorzugte die Modewelt und ich musste ja mitziehen. Vielleicht würde er dann noch leben... ?! Aber dann säße ich jetzt nicht in der "Sonne"' und würde Papageien malen. Aber wer weiß es... ?
Günther: Vielen Dank Brigitte und weiterhin viele schöne & bunte Motive!    . weitere Infos hier .

 
© guenther@krautrockseite 2009