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Jean Jacques Kravetz :: Hamburg Stadtpark Mai 2008
40 Jahre Rockmusik in Deutschland

Der Tastenmeister aus Frankreich war 1967 in die Hansestadt gekommen. Über die City Preachers findet er den Weg in die deutsche Rockelite. Viele Freundinnen und Freunde (Inga Rumpf, Udo…) von damals sind heute mit dabei. J.J. gilt als „Familien“-musiker - ohne ihn wäre vieles nicht denkbar (Panikorchester + Maffay- Band). Seine Söhne Julien (drums) und Pascal (g + voc) unterstützen emsig seinen Event. Eins wird schnell klar: hier ist jeder mit jedem (musikalisch-) verwandt über Jean Jacques. Die Querbeziehungen der einzelnen Musiker würden ein ganzes Lexikon füllen.
Neben dem Publikum gab es noch einen ganz großen Gewinner dieser Veranstaltung und zwar die Stiftung
Entrée, die von Kravetz ins Leben gerufen wurde.

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Link zu
Entrée

 
Von My Baby Wants To Eat Your Pussy (Bild rechts) über die NDR Sinfoniker (Leitung: Elmar Lampson) zu Peter Maffay. Umfänglicher konnte das Spektrum deutscher Rockmusik kaum sein. Wer eingeladen war - kam!!!. Der Jubilar (vor wenigen Tagen feierte er seinen 61. Geburtstag) stellte seine Musikerfreunde persönlich vor und gab kleine Anekdoten zum Besten. Es wurde die sonnigste „Leistungsshow“ deutscher Rockmusik(er) der letzten vier Jahrzehnte.
         
Dorkas Kiefer verzückt mit ihrem Song *Goodbye* das Publikum. Die Künstlerin präsentiert imposant ihre Vielseitigkeit. J.J. als charmanter Conferencier "seiner" Party.
Der hochkarätige Chor besteht aus
Bernd Wippich umrahmt von Frau und Tochter; sowie Caro und Ken Taylors Frau. Bernd sang früher bei den Petards und Randy Pie. Zeitweise fanden sich auch Julia, Inga und Dorkas im Chor um Bernd ein.
    

Weggefährten (v.l.n.r.):
Paniker der 1. Stunde:
Steffi Stephan // Prof. Hendrik Schaper (key) Ende der 60'er mit der Osnabrücker Lokalgröße Trikolon am Start// Frank Diez über Ihre Kinder + Sonny Hennig, Atlantis, Emergency zur Maffay Band// Bertram Engel trommelt im Hintergrund; vorne Pascal Kravetz.
Weitere Musiker auf der Bühne:
Carl Carlton + Ken Taylor uvm.

     

Zwanzig Jahre nach *Schatten an der Wand*: Julia "Jule" Neigel tobt ausgelassen auf der Freilichtbühne 'rum. Überhaupt stand neben dem guten Zweck und der Würdigung für J.J., der Spaß bei allen Künstlern ganz weit oben. So sprang der berühmte Funken ausnahmslos sofort bei jedem Act auf's Publikum über.

  

Katrin Schröder + Peter Keller von Wunder mit einem Heimspiel

The Glam mit Julien Kravetz an den Drums (im Hintergrund)

  

Heinz Rudolf Kunze (re. Jörg Sander): der "Oberlehrer" kommt mir heute ungewöhnlich schelmisch vor. Mit *Klaus* und *Dein ist mein ganzes Herz* hat er schnell das Publikum auf Textsicherheit geprüft und als tauglich befunden.

        

Achim Reichel (mit Nippy Noya hinten rechts) kam als Überraschungsgast zur Veranstaltung. *Aloha Heja He* seine Südsee-Schnulze kennt hier jeder, folglich singen auch alle mit. Eine *grüne Reise" hatte auch keiner ernsthaft erwartet, schön wär's trotzdem gewesen*g*

…here I am, rocked you like a Hurricane!!!
  
  
 
  

Sie haben sich die Zeit genommen. Die Überflieger aus der deutschen Rockszene: The Scorpions.
Sie sind aus allen Teilen der Erde angereist, für ihren "alten Freund" Jean Jacques. Der erinnert sich gerne an Germersheim und eine noch damals wenig bekannte Band aus Hannover…
*Big City Nights* Rudolf lässt die Flying-V schwingen. "Klamotten- und bewegungstechnisch" sind Vergleiche mit Mick & Keith nicht ganz abwegig. Aber
Klaus Meine und Rudolf Schenker sind heute gut - verdammt gut!!!
Einen Herzenswunsch erfüllt sich Kravetz mit der musikalischen Begleitung von *Wind Of Change". Einen halben Ton tiefer wie gewohnt; selbst für ihn als Virtuosen an den Tasten eine Herausforderung.

 

Frumpy: Peter Urban (bekannte NDR-Stimme vom Eurovision Song Contest) übernahm vorübergehend die Moderation, um meine Band des Tages anzukündigen. Mit einer Erklärung auf die Verdienste von Inga Rumpf u. Jean Jacques in den frühen 70'er, waren auch die angereisten "T-Shirt bestückten" Maffay Fans im Film und in die Krautrock-Phase eingeführt.
Urban vergab vorweg "twelve points". Locker hätte ich eine 15 rausgehauen.*g*
*How the Gipsy was born* klang so kraftvoll wie 1971. Der Kracher vom *Frumpy 2* Album war ohne [kraut]patriotisch zu gelten der Glanzpunkt!

  

Atlantis (+ Chor) mit *Friends* vom 75'er *Live* Album (einst in der Fabrik aufgenommen). Überhaupt konnte man viele ehemalige Besucher des Starclubs, dem Onkel Pö und der Fabrik im Publikum erahnen. *I'd Like To Be A Child Again* mit den NDR-Sinfoniker - ein Klassiker vom 72'er *Kravetz* Album gehörte ebenfalls zum Kurzprogramm. Die Musikzeitschrift Sounds definierte Atlantis damals als die "englischste" der deutschen Gruppen.

  

Carola Kretschmer (li): die Tigerin von Eschnapur
2. v.r. Hannes Bauer

     

Ohne ihn geht an der Elbe nix, heute feiert Udo Lindenberg seine Premiere (?!) im Stadtpark. Etwas verwirrt über das unbekannte Hippieambiente, genoss er den vielen Sauerstoff in der fast ausverkauften Parkanlage mit der schönsten Bühne der Stadt.
*Wozu sind Kriege da* - mit
Pascal Kravetz singt er den Klassiker 27 Jahre später noch einmal. *Mein Ding*, *Bis ans Ende der Welt* und *Candy Jane* trällert er bei bester Stimme und Stimmung ins Publikum.

   
  

Fit vom Joggen zeigt er sich schlaksig über die Bühne schreitend. Natürlich und durchtrainiert wirkt die Nachtigall im Kreise seines Panik Orchesters. *Stark wie Zwei* - sein neues Album ist Programm, er hat es energisch für seinen Lebensstil umgesetzt.

     

Caro mit *Let it rain* und der "Kravetz Bande": Jean-Jacques, Pascal + Julien. Caro trat erst nach 21:30 Uhr auf; leider fehlte ihr die Zeit, um ihre mystisch-balladenhafte Performance vollständig zu entfalten. Um 22:00 ist nämlich Zapfenstreich im Stadtpark. Und das Finale stand ja noch aus.
Aber auch so eine tolle Darbietung von
Caro & Band.

 

Peter Maffay & Band: *Eiszeit* - Frank Diez spielt eins der sinnlichsten Gitarrensoli, dass ich in den letzten Jahren gehört habe.

 

Ein ganz großer Tag für die deutsche Rockmusik. Es war die von Udo prognostizierte Sternstunde für Musikanten. Mit halbstündiger Überziehung endeten vier Konzertstunden der Extraklasse.
J.J. versprach für die Zukunft: "
Wir kommen wieder"
Zwei Musiker möchte ich besonders herausstellen.
Frank Diez + Carola Kretschmer: beide Gitarristen überzeugten durch ihre ausgezeichnete Spielfertigkeit.
Ein ganzes dickes Lob an die Organisation auf und hinter der Bühne: kurze Umbaupausen, der Sound und die Dramaturgie stimmte.... Hier und heute passte einfach alles!

 
© guenther@krautrockseite 2008