Koblenzer Szene Festivals am Eck 70 - 72 Open-Air's 81 + 82 krautrockseite (Start)
The Rebbels Ex Ovo Blackbyrds Vatican
Inspiration Pinball Progress Dr. Otto's Rockshop
Los 4 Ruiz Thunderbirds || R.Crash Fifth Dead The Prisoners of Beat
Hastings 1066 Difficult Departure The Spotlights Same D
Die "Sixties" Story The Earls Big Beats The King Beats
Beat aus Mayen The StringBeats

 

Royal Players
Henry Funk (org, voc) Udo Möller (g, voc) Manfred Hommer (dr, voc) Peter Siebenborn (rhyt, voc) Harald Weiskopp (b)

Wir schreiben das Jahr 1966. Die erste Beatwelle hat Deutschland längst überrollt. John Lennon, Mick Jagger, Bob Dylan und Ray Davies heißen die Pop-Heroen. Der Sound von The Who, The Small Faces, The Beach Boys und The Manfred Mann beherrscht die Top Positionen der Hitparaden und wer gibt nicht sein letztes Taschengeld aus um sich nicht die neueste Platte der Troggs oder der Walker Brothers zu kaufen.

Auch in der idyllischen Gemeinde
Nickenich, nur wenige Kilometer entfernt von Maria Laach, machen sich 5 Jungs auf den vermeintlich Großen nachzueifern: The Royal Players nennen sich: Henry Funk (org, voc) Udo Möller (g, voc) Manfred Hommer (dr, voc) Peter Siebenborn (rhyt, voc) Harald Weiskopp (b), ein Name der verpflichtet.

 

Allabendlich wird geprobt und Sylvester 1967 geben die "Königlichen Spieler " ihr Debutkonzert in Nieder-Oberweiler. (siehe Plakat oben)

 

 

 

 

Bereits im folgenden Jahr gewinnen sie einen Beatwettbewerb unter sechs teilnehmenden Bands vor den Honeycake Horses (Mayen) im Krufter Club 2000. (siehe Foto rechts)

 

1968 spielen die Royal Players gemeinsam mit der Koblenzer Band
Emotion im Vorprogramm der Lords im Apollo Kino in Andernach.
Mittlerweile haben sich die Royal Players mit zwei "Go Go" Girls - Brigitte Loosen und Marlies Hessel - verstärkt.




Im Januar 1969 spielen sie außer Konkurrenz beim Beatwettbewerb der Andernacher Stadtmeisterschaften und hinterlassen bei Publikum und Jury den besten Eindruck.
(siehe RZ-Artikel unten)
Mittlerweile haben sich die Royal Players mit zwei Go Go Girls verstärkt, die ihre Bühnenpräsentation noch professioneller erscheinen lassen. Als Höhepunkt der Performance zertrümmert Udo Möller in
Pete Townshend - Manier seine Gitarre und wirft die Bruchstücke dem tosenden Publikum als Sammelobjekte zu


stehend v.l.n.r. Henry Funk, Harry Weisskopp, Peter Siebenborn
vorne: v.l.n.r. Manfred Hommer, Udo Möller

The Royal Players scheinen auf dem Höhepunkt ihrer noch jungen Karriere zu stehen, doch erste Risse machen sich breit.
Henry:
"Ich wollte in eine progressivere Richtung und eigene Songs spielen. Damit stand ich im Widerspruch zum Rest der Band."
Die logische Folgerung war, dass Henry die Band verließ um seine eigenen Ideen zu realisieren.

Difficult Departure
Henry Funk (
org, voc) Hermann Funk (dr) Harry Weiskopp (b) Erich "James" Müller (g)
zeitweise: Victor Scharbach (voc, lead guitar) Rainer Baumann (g) Bernd Rietpitsch (b)

Im Juni 1970 gründen Henry und sein Bruder Hermann Funk (dr) die Formation Difficult Departure.
Weitere Bandmitglieder der Erstbesetzung si
nd Victor Scharbach (voc, lead guitar), Rainer Baumann (g) und Bernd Rietpitsch (b)
Nach dem Ausscheiden von Victor Scharbach und Rainer Baumann stieß Gitarrist
Erich "James" Müller hinzu. James sollte bis auf einen kurzen Abstecher 1972 zu TAN (Total Action Now) neben Henry und Hermann fester Bestandteil von Difficult Departure bleiben.
Während des Abstechers von James wurde dieser von
Thomas Weiler (g, voc) ersetzt. Glücklicherweise konnte die zeitweise vakante Stelle des Bassisten 1972 durch den Ex- Royal Player Harry Weisskopp gefüllt werden. Auch ein Saxophonist, Bernd Gröss aus Bad Kreuznach, gesellte sich ab Dez. 72 zur Band.

             
Henry Funk

Hermann Funk Erich "James" Müller

Bernd Rietpitsch Thomas Weiler
         
Gebrüder Funk + "James" in Aktion

Die Songlist zeigt das Repertoire der Band, das zu etwa einem Drittel aus eigenen Songs bestand. Aber auch die nachgespielten Lieder wurden stets eigen-interpretiert und erhielten von den Musiker(n) eine "neue Note".
Wie mutig und innovativ die Jungs vorgingen beweist, dass mit
"I remember the Day..." (Memories) auch ein Song der deutschen Krautrocklegende Xhol (Caravan) im Programm der Band auftaucht.

Die Musiklandschaft in den frühen Siebziger spaltete sich in Bands, die zum einen mit einem Mix aus Hitparade, Schlager und Stimmungsmusik richtig "Kohle scheffelten" und denen, die in ihren Bemühungen eigene Musik zu spielen und eigene Wege zu gehen oft ein tristes Innenleben im Proberaum verbrachten, da sie von den Veranstaltern ignoriert wurden.
In dieser Phase suchten
Difficult Departure den Kontakt zu Andernacher Rockbands und gründeten zusammen mit den Formationen Nach Der Zeit und Bone das DBN Roadmanagement, dessen Name sich aus den Initialen der drei beteiligten Bands zusammensetzte.
Ergebnis des Kontraktes war u.a. ein gemeinsames Konzert in der renommierten
Jahnhalle in Bad Breisig am 08. Juni 1974. (s. Plakat und Bilder unten)

(aus: Rhein-Zeitung - Mai 1974)

Brands Hatch & Presence

Mitte der Siebziger drehte sich wieder das Wechselkarussell. Drei Musiker aus Andernach stießen hinzu und aus Difficult Departure wurde frei nach der englischen Rennstrecke Brands Hatch, bestehend aus Henry Funk (org, voc) Hermann Funk (dr) Erich Müller (g) Mick Sawitzke (g) Bernd Komp (b) Jimmy Pauken (voc).
Leider hatte diese Formation keinen langen Bestand.

Mick Sawitzke Bernd Komp
Jimmy Pauken Hermann Funk

James und Henry

1978 schlug "Sir Henry" sein vorläufig letztes Kapitel auf. Zusammen mit dem ex-Nach Der Zeit Drummer Gerd Loeb gründete er Presence
Tatsächlich fan
den die beiden Routiniers in Achim Hauck (b, voc) und Charlie Eulert (g) zwei blutjunge Musiker, die zwar ohne Banderfahrung, aber voller Elan und Begeisterung waren. Presence spielten nur eigene Songs in englischer Sprache. Einen Song - "audi nos, pater de coelis deus" - brachte Gerd Loeb auf lateinisch mit ein.

Im Mai 1980 traten sie gemeinsam mit Sherkhan (später Dr. Otto`s Rockshop) in der Tenne in Kruft auf.
(s. Bild und Plakat)

Achim Hauck und Charlie Eulert Henry Funk (org, voc)