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The Prisoners of Beat
Erstbesetzung:
Reiner Rembs (g + voc) Peter Pauken (b) Dieter Müller (g) und Dieter Giesen (dr)

Letzte Besetzung :

Reiner Rembs (g + voc)  Ernie Nölle (voc + sax) Friedhelm "Jimmy" Claas (b) und Dieter Giesen (dr)

Gerade 13 Jahre alt, standen sie bereits ganz im Banne der Beatmusik und nannten sich entsprechend The Beat Prisoners. Reiner Rembs (g), Peter Pauken (b), Dieter Müller (g) und Dieter Giesen (dr) [siehe rechts] hießen die vier Jungs aus Andernach, die sich am jenen denkwürdigen 1.Februar des Jahres 1965 entschlossen in die Fußstapfen der vermeintlich Großen zu treten.

Besonders schwärmten sie für die
Rattles und deren Hit Love Of My Life. Es war einer der Songs, den die Beat Prisoners bei ihrem ersten Auftritt im Schuppen in der Andernacher Rheinstraße zum Besten gaben, und das als Pauseneinlage bei den den Stringbeats. Weitere Auftritte folgten im Ratskeller, im Kolpinghaus, im Tanzsaal Bitterlich und im Evangelischem Jugendheim, alle in Andernach und immer noch unter dem Namen The Beat Prisoners

  
Scheinbar gab`s vom Englischlehrer paar hinter die Ohren, jedenfalls änderten sie ihren Namen im folgenden Jahr in The Prisoners of Beat. Mit neuem Namen ging's auch weiter aufwärts.



Beat Prisoners

The Stringbeats (Coburg)

Bei ihrem Auftritt im "Schuppen"Andernach" gaben die Prisoners in der Pause  ihren Einstand


 

Bei den Andernacher Stadtmeisterschaften der besten Beatbands, verwiesen sie mit den Songs Even The Bad Times Are Good, Here Come My Baby (von den Tremeloes) und The Letter (von den Box Tops) ihre schärfsten Konkurrenten The Workers auf Platz 2.
Andernacher Stadtmeisterschaften
          vs         
Hier die Platzierungen der Stadtmeisterschaften 1968 - 1970

1968 :
1. The Prisoners of Beat
2. The Workers
3. The Pineapple Truck
4. The Racers

1969 :
1. The Workers
2. The Number Four
3. The Prisoners of Beat
4. The Incrowd
5. The Saints Of Music
6. The Pineapple Truck

1970 :
(RZ - Bericht siehe unten)
1. The Prisoners of Beat
2. The Workers
3. The Number Four
4. The Revolution
5. The Night Birds

Allerdings sollte sich die Besetzung innerhalb der Band in diesen Jahren einige Male ändern.

Peter Ziemons stieß zeitweise als Organist hinzu und Kookie Lunkenheimer sollte die vakante Stelle des Managers besetzen.

v.l.n.r.: Reiner Rembs, Peter Ziemons, Dieter Giesen, Dieter Müller + "Jimmy" Friedhelm Claas
unten sitzend: "Kookie" Lunkenheimer

Peter Pauken verließ die Band und wurde durch Friedhelm "Jimmy" Claas (von der Konkurrenzband: The Workers) ersetzt.
Als Peter Ziemons und Dieter Müller die Band verließen, kam mit
Ernie Nölle ein Saxophonist und zweiter Sänger hinzu, dessen rauhe und soulige Stimme eine willkommene Ergänzung zu den Leadvocals von Reiner Rembs bildete.
Das sind die neuen Prisoners 1969: Reiner Rembs, Friedhelm "Jimmy" Claas, Ernie Nölle und Dieter Giesen
(siehe rechts)


  

Manager Kookie Lunkenheimer sollte einen Glücksfall für die Band darstellen, war er von den insgesamt vier Manager der Band derjenige, der die Prisoners am meisten nach vorne puschte und sie nach Frankfurt lotste, wo die Jungs 1969 ihre beiden Schallplatten bei Ravenstein einspielten

  
Aufgenommen am 26.Juli 1969
in einer Auflage von 200 Stück
in Frankfurt
  
Offizielle Cover/ Hüllen existieren nicht, sondern wurden im Eigenverfahren fotokopiert, selbst geklebt und bemalt. Aufgenommen am 25.Oktober 1969
in einer Auflage von 75 Stück
Auch Kookie Lunkenheimer steuerte eine Scheibe im Duo mit Bernd Braunshausen als The Kookies -ebenso im Studio Ravenstein aufgenommen und gepresst- bei.


Die Rhein-Zeitung berichtete
„Beat ist ihr Steckenpferd“:
Jimmy“ (Friedhelm Claas), der Bassgitarrist spielt seit vier Jahren dieses Instrument. Er ist neu in der Band und wirkte vorher bei einer anderen Andernacher Gruppe.
Er ist gelernter Speditionskaufmann, seine Hobbys: Musik und Tanzen, seine Idol: Julie Driscoll, die „irre“ Popsängerin.
„Ernie“ (Ernst Nölle) ist der Saxophonist und Sänger. Sein verräuchertes Timbre macht ihn zum guten Soulinterpreten. Von Beruf ist er Fotograf, schwärmt für Wilson Pickett und Otis Redding.
Dieter Giessen, seit 1965 bei den „Prisoners“, ist als Einzelhandelskaufmann tätig; der Schlagzeuger liebt vor allem Soulmusik und Rock`n`Roll.
Bandleader
Reiner Rembs spielt seit 7 Jahren Gitarre und ist seit der Gründung der Band dabei. Neben seiner Arbeit als Dekorateur beschäftigt er sich mit „Pop-art“- Malerei und kann sich für Jeff Beck begeistern. (13.09.1969)

Die Prisoners of Beat spielten u.a. in Andernach: Schuppen, Tanzsaal Bitterlich, Evangelischen Jugendheim, Ratskeller, Kolpinghaus, St.Albert Saal, Krahnenberg-Terrassen, Roten Spinne, Hotel Rheinkrone, St. Stephan-Saal, // Niedermendig: Deutsches Haus // Neuwied: Heimathaus, Realschule // Urmitz: Im Saal „Anker“ // Plaidt: Hotel Nettetal // Mayen:Sterngarten // Kruft: Club 2000, Hotel Krufter Ofen // Koblenz: Diskothek Safari
Stadtmeisterschaften 1970
>>> zum Videoclip >>>
Der "The Prisoners Of Beat" Clip 
5:12 min. in Farbe von 1969

The Jerds

Die Jahre 1969/1970 veränderten die musikalische Landschaft grundlegend. Ein Hauch von Woodstock wehte auch über Andernach am Rhein. Progressiv-Pop und Bluesrock waren angesagt. Die Prisoners änderten ihren Namen in The Jerds, zusammengesetzt aus den Initialen von Jimmy, Ernie, Reiner und Dieter.

Reiner Rembs: "
Ernie hatte die ideale Stimme für Songs von John Fogerty, Joe Cocker oder Tony Ashton." Mit Jürgen Gros (Tenor Sax) und Josef Seiwert (Trompete) stießen zwei Bläser hinzu. Paradestück sollte der Song Resurrection Shuffle von Ashton, Gardner & Dyke werden und ein Highlight der besonderen Art folgen. Im Frühjahr 1971 gastierten die neuformierten Rattles mit Sängerin Edna B.Jerano im Hotel Krufter Ofen. Ihre Hits The Witch und You Can`t Have Sunshine Everyday trällerten tagtäglich aus den Radiostationen und belegten vorderste Chartsplatzierungen.

 

The Jerds erhielten den Zuschlag als Vorgruppe aufzutreten und gaben mächtig Gas. Vielleicht hatten Edna & Co an jenem denkwürdigen Abend auch zu tief an der Grastüte gezogen.
Alle Anwesenden waren sich sicher, die Jerds räumten voll ab. Zufall oder Schicksal. Mit den Rattles beginnt und endet die Story. Reiner: "
Im März 1971 geht die Gruppe "Jerds" auseinander".
Dieter und Reiner müssen zur Bundeswehr.

Für die Mitarbeit und Zusendung von Bild- und Tonmaterial danken wir:
Reiner Rembs, Friedhelm Claas, Peter Ziemons, Kookie Lunkenheimer,
Karin und Walter (Kecker) Hauschild -
sowie für die Digitalisierung des Clips und die Vertonung:
Lothar Urmersbach + Robby Rubröder.

©
2007 guenther@krautrockseite.de & Text+Recherche: Horst Maibach