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"Wir
fangen gleich an, denn wir haben ein fünfeinhalb Stunden langes
Programm vor uns"
(Edgar Türk im
Jazzclub Öhringen - 2009)
Eine
solche Ankündigung ließ vor über 30 Jahren die Zuhörer gleich
sämtliche "Schubladen" aufreißen, besonders wenn die Musiker
lange Haare + Bärte trugen. So 'was nannte sich Krautrock.
Und tatsächlich
- auch wenn die unerwartete Spieldauer eher etwas ironisch die Vorurteile bediente,
bleibt im Falle von M.T. Wizzard die seelische Verwandtschaft zu der
genannten Stilart kein Zufall.
Es begann
1969 mit der Gründung der Band in Limburg - Zeit des Aufbruchs in
der BRD. Lange Tracks und lange Gesichter beim Blick in die Bandkasse. Zum Geldverdienen war dieser "Sound"
wirklich wenig
geeignet. Einige Jahre später: mit Punk und N.D.W. wurde es noch mühsamer
einen Auftrittsort im Rhein-Lahn Kreis zu finden. Also Radius vergrößern
- ab ins benachbarte Ausland.
Edgar Türk, Gründungsmitglied lebt diese Musik nun schon genau 40
Jahre - mit allen Höhen und Tiefen. Ohne die Vorbilder aus England und
Amerika zu bemühen, entwickelte er auf Basis seiner klassischen Gitarrenausbildung
eine eigenständige Musik mit seiner Band, die ihre Einflüsse aus
vielen Teilen der Welt ersucht. Weltmusik statt Mainstream. Heraustretend sind die Klänge
aus dem orientalischen Raum. Die von Edgar Türk gespielte Saz dominiert
nicht unwesentlich die musikalische Ausdrucksform.

In
vier Jahrzehnten wechseln die Mitspieler - eine feste
Größe bleibt: E. Türk. Etliche Tonträger belegen die Schaffenskraft.
(siehe oben und
unten)
Dabei kreuzen sich die Wege mit Musikern diverser Krautrockbands:
Christian Burchard von Embryo, die Zusammenarbeit mit Chris Karrer
(Foto oben rechts)
am
Album Patchwork.
Ganz besonders muss das intensive Teamwork mit Tim Belbe
erwähnt werden.
Tim (Foto oben links) war
Flötist und Saxophonist. Mit Soul Caravan
(später Xhol Caravan bzw. XHOL) begab er sich von Wiesbaden aus, Mitte der 60'er,
auf
den Weg in den musikalischen
Underground. 2004 verstarb Tim.
Viele gemeinsame Konzerte bestritten M.T. Wizzard und T. Belbe - mit
seiner charismatischen Erscheinung
und seinem trancelastigen Flötenspiel verhexte er die Zuhörerschaft.

Das Trio spielt nun schon seit einigen Jahren in der Besetzung:
(v.l.n.r.)
Andre Peiter (drums), Edgar Türk (saz, bass, git, percussion +
voc) + Hans Georg Hering (bass, git + percussion)

guenther@krautrockseite
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