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aktueller Lesestff

Home of the Cosmic Price GuideCosmic Price Guide 2006
2. Auflage
Wohltorf 2005, 304 Seiten, über 1400 Farbabb.
Hardcover in neuem Format.

Wer sich nur noch an das Cover erinnern kann und die dazugehörige Band sucht, ist hier allerbestens bedient. Übersichtliche und ansprechende Gliederung. Dieses Buch kann man unbedenklich empfehlen. gk 09/05
Krautrocksampler
von Julian Cope

Auflage in dt. Sprache von 1996 - Der grüne Zweig, 176 Seiten
Vieles zu Can, Faust, T.D., Amon Düül, Neu! Das Standardwerk der Krautszene, beschäftigt sich zu großzügig mit der "Kosmischen Musik". Etwas temperamentlos geschrieben und R. U. Kaiser erhält  auch zuviel Berücksichtigung gk 06/05
Die Papiere des Paten || Pralle Musikgeschichte aus der Feder von Gerd Augustin: Der Pate des Krautrock, bekannt aus Funk und offenem Kanal, schlägt - "speziell begnadet" - den Bogen von Hollywood nach Bremen. "Wenn Udo das Wort Popstar in den Mund nahm, dann lachten wir alle laut los. Ihm hätte das wirklich keiner zugetraut." Solche Lindenberg-Anekdoten liest man gern. Zumal man auch erfährt, dass der frühere Schlagzeuger in Klaus Doldingers "Passport" gern Gärtner geworden wäre, wozu es ja leider nicht kam. Nachblättern kann man das jetzt alles in den 400 Seiten, die Gerd Augustin unter dem Titel "Pate des Krautrock" herausgebracht hat.
Der Pate ist Augustin natürlich selbst, und wer dessen dienstägliche Beiträge im Offenen Kanal Bremen verfolgt, weiß auch warum: Augustin hat als Manager und Produzent vor allem die zehn Jahre seit den späten 60ern geprägt, in der der "Krautrock" als rockig-elektronischer Sound den Weg frei machte für späteren Underground in Form von Punk und Neuer Deutscher Welle. Darüber gibt es natürlich jede Menge zu berichten. Was Augustin, "ein auf spezielle Weise begnadeter Erzähler", wie der "Musikexpress" jetzt schreibt, zu Papier gebracht hat, käme "einer Ahnung von dem, was da wirklich war, schon ziemlich nahe".
Was also war da? Wilde Gruppen wie Can, Popol Vuh und Amon Düül II, deren ausschweifendes Kommuneleben zwischen Hasch und Hirse ein ergiebiger Erinnerungsstoff ist. Das Fachmagazin "Gitarre &Bass" schreibt - im Rahmen einer durchaus kritischen Würdigung -: "Das ist ein Buch, das wesentlich mehr enthüllt, als es der Autor eigentlich will (...) ich glaube kaum, dass Biolek Herrn Augustin noch zum Haschischplätzchenbacken in seine Sendung einlädt."
Augustin selbst lädt übrigens auch niemand mehr in seine Offene Kanal-Sendungen ein: Mit despektierlichen Äußerungen über diverse Bremer CDU-Politiker handelte er sich vor knapp einem Jahr ein temporäres Sendeverbot ein. Seitdem moderiert er sich leider nicht mehr live, sondern beschränkt sich auf das Zeigen der vielen selbst gedrehten Musikfilme aus seinem privaten Großarchiv.
Dafür haben jetzt schon fast 3.000 Leute Augustins Buch gekauft. Nächste Woche liest er auf der Berliner Popkom, dann wieder für die Bremer "Thalia". Augustins Buch ist nicht nur spannend als Musikgeschichte des ersten deutschen Underground-Jahrzehnts, sondern auch wegen der Lokalhistorie - eine Bremer Jugend in den 50er und 60ern.......
Augustin liest am 25. September um 18 Uhr im "Römer" (Fehrfeld 31).
Ab 20 Uhr legt er dort selbst bei der Veranstaltung "Beat Club goes Römer" auf.

taz Bremen Nr. 7757 vom 1.9.2005

Leider habe ich bisher keine Zeit gefunden, den "Paten" in Ruhe zu lesen. Aus diversen Quellen vernehme ich jedoch, dass Herr Augustin eine nicht unerhebliche Selbstbeweihräucherung betreibt. Mir viel auf, dass im Register erschreckend viele wichtige Künstler + Bands fehlen. Also vor dem Kauf einfach mal kurz quer lesen, ob es den Erwartungen entsprechen könnte.
gk 09/05