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Ton- & Bildträger

 

 

Etwas vorzeitig haben wir (wieder) Kontakt mit dem Planeten Gong aufgenommen.
Gong 2032
Nach den ersten Tracks über das vorliegende Album der Kultband zu urteilen wäre verhängnisvoll. Selbst nach mehrmaligen Hören entdeckt man Atypisches und Neues. Neu! ist hier z.B. das Stichwort. Escape Control Delete klingt verdammt nach den Krautrock-Pionieren der deutschen Szene oder ist es eher eine Seelenverwandtschaft an die etwas jüngere Band Stereolab?
Der Australier Daevid Allen bekannt aus seiner Zeit bei Soft Machine, Gilly Smyth - seine Partnerin, Steve Hillage + Miquette Giraudy bilden das aktuelle Line up. Somit formieren sich auf dem neuen Tonträger vier Mitglieder aus der klassischen Bandphase:
Eine Fortführung der Zusammenarbeit von Anfang der 70'er erwartet keiner. Wer den freakigen Sound wie beim legendären Glastonbury Festival Auftritt vermisst, sollte trotzdem vor akustischen Überraschungen auf der Hut sein.
Die Musiker sind alle überaus projekterfahren und verarbeiten Begegnungen mit zahlreichen Musikern und deren Kulturen. Mit ekstatischen Ausbrüchen an ihren Instrumenten, wie in ihrer Entstehungsphase, halten sie sich jedoch angenehm zurück. Bunt und stellenweise kolossal, dann wieder sehr feinsinnig musizieren Gong nach der langen Schaffenspause. Zeitweise fühlt man sich im Yellow Submarine eingebettet - so schön und unbeschwert nähert sich Gong dem blauen Planeten. Ob diese Route ein Annäherungsversuch zu ihrer Radio Gnome Phase bewirken soll (Flying Teapot, Angel's Egg + You) mag jeder für sich selbst abwägen. 
Gong legen hier ein auffällig gängiges Werk vor - weg von den spacigen und ausufernden Klanggebilden ihrer Frühphase. Alles wirkt sehr durchdacht und gereift. Selbst wenn sich einem der Mythos nicht (sofort) erschließt, bleibt doch der Reiz mit dieser "Geschichte" in Kontakt zu kommen - notfalls mit einem massiven Sicherheitsabstand.
Der Planet Gong ist auf der Erde angekommen; vielleicht hat er viele "ältere" Erdenbewohner enttäuscht, aber unzweifelhaft wird er neue irdische Freundschaften knüpfen. Da wird die Tour Anfang November 2009 gewiss hilfreich sein.
[gk //oct2009] http://www.musicmatters.de/
3.Mai 1985 3:44 Uhr: Halsenna Road, Seascale:
Radio "Freak Out" verkündet frühmorgendlich die nukleare Katastrophe - Ausgangspunkt der Geschichte.

Mit der gegenwärtigen Doppel-CD wird die Trilogie Grüne Tage auf einem blauen Planeten komplettiert: Teil 1 von 1985:
We used to cut the green grass und der aktuelle Teil 3 von 2009: The war is over.
Teil 2: The Inner Garden erschien bereits 2000 auf dem Leico Label.

Green Wave formierte sich 1975 um Mastermind Rainer Wahlmann. Vormals spielte dieser bei Dies Irae - einer "typischen" Krautrockband, die sich stark dem Bluesrock verschrieben hatte. Ihre erste und einzige LP "First" war auf dem Pilz Label erschienen.
Green Wave kommen aus dem Saarland. Die CD wurde mit folgenden Musikern eingespielt: Stefan Richter, key/ / Sven Gross, key/ / Daniel Minnerath, git/ / Christoph Waltner, git/ / Deddé Schäfer, Bass/ / Klaus Kliebenstein, Schlagzeug und natürlich R. Wahlmann (Gesang).

Hier und da erinnert "We used..." an die Konzeptalben der ruhmreichen Zeit des Prog-Rocks und das ist nicht tadelnd zu verstehen, sondern zeugt von der hohen Qualität der einzelnen Songs und dem gesamten Vorhaben. Die Stimmungen schwanken zwischen Niedergang, Verzweiflung + Stagnation nach einem atomaren Unfall ungeahnten Ausmaßes. Mit viel Feingefühl wandelt sich die Atmosphäre in Hoffnungen und Visionen.
Mein Anspieltipp: The Underground - ein schöner rockiger Track; harmonisch + kraftvoll zugleich. Er bekundet eindrucksvoll das exzellente Songwriting von Rainer Wahlmann.

Fazit: Das Werk wirkt ausgeklügelt und man ist gut beraten, es in seiner Ganzheit wahrzunehmen, um die Komplexität der Story entfalten zu lassen. Alle Texte sind hier nach zulesen. Das Booklet wurde mit viel Liebe gestaltet und unterstützt den positiven Eindruck der Musik.

Wer mehr wissen will, sollte die Website der Band besuchen.

[gk //oct2009]

Bernhard Wöstheinrich
aka The Redundant Rocker "Heart"
(Label: UNSUNG Records / 2009)

Ein fast im Alleingang produziertes Album des Mannes (geb. 1968) aus
Bielefeld. Geordnete Strukturen bestimmen die verspielten, teils düsteren Höreindrücke. Schön-schaurig zelebrierte Momente; sphärische Klanglandschaften gekrönt von knackigen-jazzigen Beats.
Wöstheinrich setzt kein Muss, sondern er bietet die Möglichkeit an, sich seine eigene Bilderwelt zu arrangieren. Du selbst hast es in der Hand, die Sounds zu taxieren und entsprechend Deinem Raum- und Zeitverständnis zuzuordnen. Ähnlich einer Zugfahrt: wechselnde Landschaften, neue Städte - bunt oder grau, Lichtwechsel, Stimmengewirr, Stile - alles in Bewegung!
Eine gewisse geistige Tuchfühlung zu den Elektronik-Pionieren der Krautrockszene ist schon denkbar. Tangerine Dream (z.B.in "Heavily Dependent") oder auch die Düsseldorfer Szene um NEU! wären gewürdigte Vorbilder. Dies markiert den Mut von Wöstheinrich, sich den Wurzeln der elektronischen Musik zu stellen.
Wirklich ein schönes und beachtliches Album. Es überzeugt durch seine Kurzweil und dem musikalischen Ideenreichtum der neun Kompositionen. 
Niemals überladen oder zu langatmig. Beim wiederholten Abspielen entdeckt man immer wieder Neues.
Keine CD die im Regal einstaubt! ©2009 guenther@krautrockseite.de

Weitere Infos: www.musicmatters.de
V.A. :: Electric Milkandhoneyland

Vorweg: der Sampler begeistert durch seine musikalische Bandbreite, wie sie nur noch selten geboten wird; mit Glaubwürdigkeit jedoch einmal jährlich bei den Burg Herzberg Festivals. Hier wird sie auf knapp 70 Minuten jederzeit abrufbar.
Keine an Charts-Platzierungen und MTV Einsätze orientierte Musiker begegnen sich hier - sondern Bands, die ihre musikalischen Ideale und Visionen offerieren wollen.

Mit der finnischen Band
Hidria Spacefolk beginnt die Weltreise in Sachen Musik - viele Rock-Facetten finden sich (Psychedelic, Rock-Jazz...) in ihren Songs wieder.
Nahtlos wartet
Berimbrown mit rockig-souligen Funk Rhythmen auf, gefolgt von The Love Band mit einem jazzigen Anstrich ihres los-rockenden Meisterwerks: „Stephanie Knows Who“
Unverkennbar
Peter Bursch und seine Bröselmaschine; ihr „zu Hause“ ein gradliniges Lied - spürbar weniger verträumt als in den Anfangsjahren der Band, zeigt sich der Gitarrenlehrer der Nation wieder mit seinen Musikern + Sängerin Anja Lerch.
Frech mit einem ordentlichen Happen Anarchie und Humor:
Götz Widmann. Er singt über die marktwirtschaftlichen Chancen durch die Legalisierung von Haschisch - inklusive einer boshaftigen Aufrechnung, wie Personal-Ressourcen bei der Polizei geschaffen werden können. Er nennt es unverblümt „Zaubersteuer“
Afrikanische Percussion - Didgeridooklänge - treibende Beats: so klingt die Weltmusik der Band
Orange. Musik die in den Kopf und in die Beine geht und „mittendrin“ einiges in Bewegung setzt. Energiegeladene Sounds, die sich in tranceartige Zustände verwandeln. Diese Titel sind hier zum ersten Male veröffentlicht.
„Fake it!“ von
W.I.N.D.: Die Italiener beweisen in Anlehnung an frühere Rock-Blues-Größen (R.Gallagher & Co.), wie man mit drei Mann ein großes Festivalgelände rocken und verzaubern kann. Die Aufnahme stammt aus dem Vorjahr bei ihrem überzeugenden Auftritt am „Berg.“
Die letzten drei Stücke verschmelzen in feinfühliger und dramaturgischer Weise:
Wicked Minds, ebenfalls aus Italien, lassen einen in den 70’er Rock-Classic-Sound der Dinos (Deep Purple, Uriah Heep etc.) träumen und abheben. Jederzeit präsent und dominierend durch die fetten Keyboardklänge von Paolo Negri.
Fast nahtlos wechselt man in die Musik der Neuzeit-Krautrocker
Space Debris rüber. Hier erlebt die Hammond Orgel eine Würdigung, wie wir sie zuletzt vor 30 Jahren genießen durften.
Die Hendrix-Anleihen zu "Voodoo Chile" übernehmen
Sunya Beat im Schluss-Track der CD komplett. Harald Großkopf (ex- Wallenstein und Ashra), der Mastermind an den Drums und Electronics, zelebriert diesen Song mit seinem Team Sunya Beat.
Mit diesem Sampler händigen uns die Burg Herzberg Leute eine Visitenkarte der guten Laune aus. Die Mischung fesselt und macht neugierig, gleichzeitig verhindert diese Kollektion, dass man am CD-Player Titel vorspult oder überspringt. Eine praktische Sache, wenn man es sich gerade gemütlich gemacht hat, bzw. auf der Tanzfläche steht. Denn dieser Mix ist im Vergleich zu den 90’er Festivalproduktionen „durchaus tanzbar.“
  ©2007 guenther@krautrockseite.de

"Live in the Land of Milk and Honey" - W.I.N.D.Burg Herzberg Festival präsentiert:
W.I.N.D.
- Konzert von 2005 
*
**Live in the Land of Milk and Honey***

"I hope you're like the Blues" Von der ersten Sekunde an ("Dust my broom") wippen die Füße mit. Ausdrucksvoller und gradliniger, mit psychedelischen Elementen gekrönter Blues! Selbst "Taste" in Höchstform hätten vor dem italienischen Trio mit Respekt den Hut gezogen. Mein Anspieltipp: "Fake it" mit einer "ver"-zaubernden Gitarre.
In der klassischen 3-Mann-Besetzung lassen Jimi Barbiani (git.), Sandro Benich (drums) und Fabio Drusin (bass) die acht Tracks gewaltig grooven. Die Stimme von Fabio Drusin begleitet exzellent den Sound von W.I.N.D. Schon fast instinktiv erwartet man "Voodoo Chile" - eine traumhafte Version des Hendrix-Klassikers (11:47). Damit schließt eine großartige CD ab.
"Live in the Land of Milk and Honey": Der Untertitel: "Un"official Bootleg unterstreicht das atmosphärische Gelingen der Aufnahme (mixed:
Stefano Amerio/ produced: Gunther Lorz).
Für alle, die im Juli 2005 beim Auftritt von W.I.N.D. am "Berg" dabei waren, ein absolutes Muss; für alle Zuhausegebliebenen, die Bestätigung ein tolles Konzert verpasst zu haben.
Beziehen kann man die CD auch über:
Burg Herzberg Festival
©2006 guenther@krautrockseite.de
V.A. :: Rock-o-lution (deutsch + wild) von 1973

Ein (Kraut)-Rock-Sampler der harmlosen Gattung. Anders als bei der "The world of Krautrock" - Serie, sind hier fast ausschließlich die "Hit"-Lieferanten vertreten. Die Exoten bleiben außen vor. Dafür rockt und swingt diese Kompilation (deutsch-englisch und ein bisschen wild = wäre die treffendere Definition.)

"Get on board" von Atlantis ein traumhaft schönes Stück. Birth Control, Frumpy, Jane und Eloy... - alles bekannt und vertraut.


Trackliste:

Birth Control - Gamma Ray
Jane - Daytime
Frumpy - How The Gipsy Was Born
Atlantis - Get On Board
Eloy - The Light From Deep Darkness
Nickel-Odeon
Ramses - La Leyla
Aufbruch

Ein elementarer und unentbehrlicher Krautrock-Sampler? Sicherlich - nein!!!
Dennoch ein seriöser Einsteiger-Tipp für Leute, die mit Annexus Quam oder Xhol Caravan nichts anfangen können/ mögen, und sich vielleicht über diesen Umweg eines Tages doch an die schwer-verdauliche Kost der Krautrockers wagen.

V.A. :: Space Box || 1970&Beyond || Space, Krautrock & Acid Trips||

"Valium Ten" (Hawkwind): Durchgeknallter und abge*space*ter kann eine Kompilation mit dem Titel Space Box (Untertitel: Space, Krautrock & Acid Trips) nicht in die 70'er-Sphäre starten.
1996 (Cleopatra Records) wurde dieser Sampler arrangiert. Verdammt, wieso gab's eine solche Zusammenstellung nicht schon Anfang der 70'er.
Die 3 CD's sind mit einem informativen und charmant gestalten Booklet gepackt, beigefügt ist noch ein kleines Poster. Das Ganze befindet sich in einer stabilen *space*igen Papp Box. Alles einladend ausgearbeitet.
Bezugsquelle: Ich habe meine Box vor einiger Zeit über Amazon bezogen ~ 20 Euro (aus den Staaten). Kann aber sein, dass die Kompilation auch mal für 50 $ angeboten wird….
Auf der Space-Box sind die Großen (und Kleinen) des nationalen und internationalen Cosmic-Sounds vertreten. Natürlich auch die Heroes des Krautrock: Guru Guru, Amon Düül, Faust.
Ein Anspieltipp wäre beispielsweise: Architectural Metaphor, Steve Peregrine Took oder Helios Creed. Auch Florian Fricke gefällt. Den "Gong" Track sollte man nicht unbedingt in Gegenwart von Haustieren oder der Verwandtschaft anhören. Klingt schon sehr experimentell und gesampelt.
Nahtlos fügt sich Porcupine Trees "Burning Sky ein. Manche Bands lassen einen schon die Seelenverwandtschaft zu Fripp + Eno, Kraftwerk oder Hawkwind spüren & raushören.
"Surface 10" beenden die dreistündige Traumreise, an dem Track wird auch Edgar Froese seine helle Freude dran haben.
Mehrfach überkommt einen das Gefühl, die Pausen sind zu lang. Keine Sorge, die Stücke beginnen oft sehr leise, bevor sie zum Fluge ansetzen und durchstarten.
Zugegeben werde ich den Eindruck nicht los, dass die Company (Cleopatra) während der Arbeit an diesem Sampler, einen leicht erhöhten Drogenkonsum zu verzeichnen hatte. Kleinere Fehler sind schon zu registrieren, die "Rechtschreibfehler" sind auch eine Sache. Beim Durchnummerieren der Tracks klappte es allerdings auch nicht so ganz (..nach Track 5 kommt gleich Track 7). Was müssen das für geile chemische Hilfsmittel gewesen sein. Der Verlust der Muttersprache ist noch nachvollziehbar, aber wenn das Zählen bis 10 nicht mehr klappt *tztztz".
Aber Stopp - Freunde Ko(s)mischer Music: auch mir ist bewusst, dass diese drei CD's keinen reinen Krautrocksampler darstellen. Und hier beginnt wieder die leidige Diskussion: Was ist nun Krautrock?

[kleiner Einschub] …habe mir vor wenigen Tagen mal wieder die Interviews vom Krautrock Meeting in der Bonner Harmonie 2004 angetan: "Liebe Krautbands, ihr müsst Euch wegen dem Begriff: "Krautrock" nicht schämen. Er steht für etwas Innovatives!" Bitte nicht immer wieder das Anführen des Schubladendenkens. Schubladen sind doch nichts Negatives - oft sind sie einfach nur praktisch und wenn so etwas Vielfältiges, "Freud"-volles und dynamisches wie Krautrock reinpasst. Ist doch Klasse!! Hauptsache die vertrottelten Scorpions-Zwillinge (Meine + Schenker) bleiben draußen *grins*.
R.U. Kaiser würde (wenn es ihn noch geben sollte…) hier vor Ehrfurcht dieser Bands in die Knie gehen. Da klingen seine ko(s)mischen Kuriere wie eine James Last Coverband auf schlechten Pyramiden.
Bilanz: Lieber ein Dutzend Klaus Schulze CD`s in eBay reinsetzen und auf Käufer hoffen, um sich dann später diese Box zu gönnen*gg*
©2007 guenther@krautrockseite.de

Trackliste:
1. Valium 10 (12' Version) - Hawkwind
2. Slo Blo - Pressurehed
3. Wolf City - Amon Düül II
4. Mominous - Ron Geesin
5. Boots Of Ascension - Florian Fricke
6. Apropos Cluster - Cluster
7. Brainticket - Architectural Metaphor
8. Gongwash Indelible - Gong
9. Burning Sky - Porcupine Tree
10. Third From The Sun - Chrome
11. 10 Seconds Of Forever - Nik Turner
12. International Sponge - Alien Planetscapes

Disc: 2
1. UFO - Guru Guru
2. In Aquarian Dream - Melting Euphoria
3. Deranged (Zero Gravity Mix) - Kraftwelt
4. Past Zero Time - Dark Matter
5. Sehr Kosmisch - Harmonia
6. This Alien Nation (Space Mix) - Darxtar
7. Time Center - Michael Moorcock's Deep Fix
8. Vision Of Infinity (7' Version) - Farflung
9. Number 6 - Brainstorm
10. Contrapuntal Interstellar Radars - Conrad Schnitzler
11. Time Of ... - Hawklords

Disc: 3
1. Devoted Bone Dance - Faust
2. Leaving The Body - Helios Creed
3. Ich Mache Einen Spiegel - Popol Vuh
4. 12-24-2011 - Anubian Light
5. Tribal Elders - Nick Riff
6. The Changing - Harvey Bainbridge
7. Interferon - Zero Gravity
8. Tangerine Sky - Dilate
9. 21:51 (Edit Version) - Kluster
10. Scorpius (Deep Space Version) - Steve Peregrine Took
11. Vortex In My Cortex - The Brain
12. Cysyrgy - Spiral Realms
13. Gamma Days - Surface 10

Best of Krautrock Vol. 1

(2006, Aviator Entertainment)


04.03.2006: German Rock e. V. Mitgliederversammlung in der Music Hall Worpswede. Nach Embryos Vagabunden Karawane und der Birth Control History erfährt die dritte DVD der "Krautrock Classics" Serie unter Mitwirkung des German Rock ihre Vorstellung und Vorveröffentlichung, Titel: Best Of Krautrock / Vol. 1

Was soll ich zu dem Teil schreiben? Ich bin schlichtweg geplättet! Über die Veröffentlichung der alten Beat Club Aufnahmen vor ein paar Jahren war ich schon heilfroh, doch bisher habe ich nichts vergleichbar Begeisterndes im Player gehabt wie diese mir jetzt vorliegenden Aufnahmen. Für mich als alter Eloy Fan ist das absolute Highlight natürlich Decay Of Logos, eine 1978er Aufnahme aus der Sendung Rockpop. Keine Ahnung, wie oft ich mir das Teil inzwischen reingezogen habe, der Laser müsste die DVD an dieser Stelle langsam durchbrennen...
Außer dieses Eloy Auftrittes gibt's noch weitere 14 Videoclips aus dem deutschen Fernsehen, vom Beat Club bis zu Rockpop bzw. Rockpop In Concert, von Embryos Calcutta Streets aus ihrem Karawanen Film bis zu Lothar Meids 1975er Helden Aus Dem Untergrund-Video.
Des Weiteren sind zu finden: Amon Düül II, Can, Frumpy, Lucifer´s Friend, Epitaph, Birth Control, Klaus Doldinger´s Passport, Guru Guru, Popol Vuh, Kraftwerk, Novalis und Jane!!!
Die soeben genannten Aufnahmen sind allerdings nur ein Teil des Ganzen, der Spaß ist danach noch laaaange nicht zu Ende!
Zum Beispiel befindet sich aus dem Jahre 1975 eine Dokumentation mit dem Titel: "Kraut - Rock: Zustand einer Musikprovinz" auf der Silberscheibe. In diesem Beitrag werden dem Zuschauer jede Menge Probleme und Schwierigkeiten der Bands vor Augen geführt, mit denen sie in den 70ern noch stark zu kämpfen hatten. Oft auch verstärkt durch die Inkompetenz diverser Verantwortlicher sowie durch massiv vorsätzliche Ignorierung von TV & Radiomedien. Als Zuschauer bekommt man eine ziemlich gute Vorstellung davon, gegen welche Widerstände der Krautrock sich damals durchsetzen musste, um letztendlich doch den Weg aus seinem musikalischen Nischendasein zu finden. Ein sehr interessanter Bericht mit Statements / Interviews von Musikverlegern, Künstlervermittlern, Musikern wie Kraftwerks Ralf Hütter, Karthago Manager Cornelius Hudalla und vielen weiteren, sowie musikalischen Ausschnitten z.B. von Udo Lindenberg, Pell Mell, Ougenweide, Kraan, Tangerine Dream oder auch die junge Inga Rumpf mit Atlantis.
Des Weiteren trifft man Conny Plank mit Grobschnitt im Studio, nimmt Teil an Hölderlins Schwierigkeiten auf Tour, bekommt den Einblick in ein LP - Presswerk geboten und vieles mehr. Was bietet die DVD sonst noch? Diskographien aller (!) in den Clips vorgestellten Bands sowie die Trailer zu Embryos Karawanen - und Birth Controls History - DVD. Des Weiteren räkelt sich Lothar Meid völlig locker auf einem Sofa und äußert seine Meinung zu den Themen Krautrock, seine Auftritte im Beat Club, über den chaotischen Ablauf der ersten Amon Düül Auslandstour nach Frankreich sowie über die Entstehungsgeschichte des Helden Aus Dem Untergrund - Clip.
Im beiliegenden Booklet gibt's Kurzinformationen über die Bands und den Aufnahmeort der einzelnen Tracks.
Mir fällt nichts, aber auch rein gar nichts ein, was ein Krautrock Fan am Inhalt dieser DVD auszusetzen haben könnte. Außer, das seine persönlichen Lieblinge auf diesem ersten Teil vielleicht noch nicht vertreten sind. Aber da gibt es ja noch die Chance, diese auf den Vol. 33, 34 oder 35 zu treffen! (Persönlich bin ich natürlich auf weiteres Eloy Material gespannt, vielleicht gibt's ja sogar irgendwann eine Eloy History DVD, wer weiß...)
Kurzum: Best Of Krautrock / Vol. 1 ist ein absolut geniales Teil. Hervorragend gemacht. Besser geht's meiner Meinung nach nicht. Höchstwertung: 11 von 10 Punkten... oder so... Hier haben echte Könner / Fans dran gearbeitet, sei es die Zusammenstellung der Titel betreffend oder auch Bild und Tontechnisch.
PS. Als alter Meckerfritze muss ich trotzdem noch einen kleinen Negativling loswerden: Was hat Aviator Entertainment sich bloß bei dem absolut scheußlichen Cover gedacht? Das Cover der Birth Control History DVD fand ich schon schrecklich genug, doch dies hier ist ja noch `ne Ecke schlimmer...
Einige technische Details noch: Screen Format: 4:3, Regional Code: 0, Sprache: Deutsch, Audio: wahlweise Dolby Digital 2.0 oder 5.1, Laufzeit lt. Angabe ca. 171 (!!!) Minuten.
[Horst Krispien]
(Quelle: www.germanrock.de)
V.A. :: Krautrocksampler - MUSIC FOR YOUR BRAIN

Es gibt eine neue 6-Box Compilation von Target Music (30.9.05)
in enger Zusammenarbeit mit German Rock e.V. 

||  Bands  || Trackliste  ||

Häufig beginnen oder enden Rezensionen über Musik-Sampler mit einer Aufzählung all derer Künstler, die auf dem zu beurteilenden Tonträger nicht vertreten sind. Dieses Bedürfnis kommt bei Music For Your Brain nicht auf. Vielmehr die Feststellung, dass die Krautrock-Freunde über 30 Jahren warten mussten, um endlich eine umfassende Kollektion 'ihrer' Musik in den Händen halten zu dürfen.
Schon der erste Eindruck begeistert, Grund ist das ansprechende Cover und die Auflistung der 67 -in Worten: siebenundsechzig- Tracks. Das Booklet informiert in deutsch und englisch geordnet über die Bandmitglieder und die Herkunft (welches Album) der einzelnen Titel.
Zum Innenleben: fast acht Stunden Musik, abwechslungsreich und mit Fingerspitzengefühl für Dramaturgie -erzeugen eines Spannungsbogen bei der Reihenfolge der Titel- ausgewählt. Die Fachkompetenz von German Rock e.V. (Kurt Mitzkatis + Rudi Vogel) in Zusammenarbeit mit Target-Music, vertreten durch Andreas Baumann, bewirkte diese außergewöhnliche 6 CD Box.
Mit Lucifer's Friends Ride The Sky und The Work Is Done von Birth Control gestalten gleich zwei 'Kracher' das Opening. Was beeindruckt ist der wohltuende Mix aus Vertrautem und Exotischen der Krautrockszene. Hörbar sind die Klassiker: Guru Guru mit dem Elektrolurch, Frumpy: How The Gypsy Was Born, Kraans Nam Nam und natürlich Birth Control mit Gamma Ray. Gleichwertig wurden aber auch die weniger bekannten Bands eindrucksvoll berücksichtigt, so zum Beispiel: Lava, Weed - mit Ken Hensley - , Topas, Prof. Wolfff und Dull Knife. Daneben erfreut die Tatsache, dass die radio- kompatiblen Hits der Krautrock-Ära (1968 - 75) vertreten sind: Wonderland mit Moscow, die Rattles: The Witch - in der Album Version -, Highway Driver von Randy Pie und der Kehraus der Krautrockepoche Charline (Wallenstein) aus dem Jahr 1978.
Klangvolle Name bestücken die Liste der unterschiedlichen Stilrichtungen, Klaus Schulze, Cluster und Harmonia (Elektronik), Can, Embryo und Faust als innovative Soundtüftler und die bewährte und noch recht aktive Rock-Fraktion mit Epitaph und Jane. Eloy, Grobschnitt/ Eroc, und und und...
Umfassender und imposanter konnte man sich bisher nicht in Krautrock reinhören. Dieser Sampler ist nicht nur für ausgemachte Krautrockfans ein Muss, auch junge Zuhörer werden aufhorchen und feststellen, dass z.B. Stonerrock-Bands oder Porcupine Tree nichts wirklich Neues machen.
Kurz gesagt, ein dynamisches und bunt-geschnürtes Musikpaket. Für rund 50 € erwirbt man eine klangvolle Zeitreise durch die deutsche Rockmusik der (frühen) Siebziger, weitentfernt vom Druck der Musikindustrie, über erzielte Airplay-Einsätze.

Da Lebkuchenherzen und Weihnachtsmänner schon wieder die Geschäfte bevölkern, kann man dieses Jahr der lieben Verwandtschaft getrost einen SINN(ES)VOLLEN Geschenktipp vorgeben.
Demzufolge, schon jetzt ein frohes und krautiges Weihnachtsfest!

©2005 guenther@krautrockseite.de

JETHRO TULL - AQUALUNG LIVE
Man hätte es ahnen können: drei Monate ohne Veröffentlichung einer Tull/ Anderson CD, da muss doch noch was vor Weihnachten kommen.... und siehe da, seit dieser Woche steht sie in den Regalen AQUALUNG LIVE .....und wieder mal brandneues Material *grins*
©2005 guenther@krautrockseite.de
Trackliste:
Aqualung || Crosseyed Mary || Cheap day return || Mother goose || Wond'ring aloud || Up to me || My God || Hymn 43 || Slipstream || Locomotive breath || Wind-up || Riffs - another monkey || Recording the original || Choosing my words with care 15. Hummmmmmm 43 / A different kettle of very different fish / But is it any good

NEKTAR - "neue" Live CD Door To The Future - Lightshow Tapes Vol. 1(German Tour '74)

Nektar auf Tour durch die Republik im Jahre 1974. Dieses Album, deklariert als "official bootleg" hatte man sich stets ersehnt. Seit wenigen Tagen ist es nun auf dem Markt (Juli 2005).
Allerdings überzeugt die CD nicht durch die Soundqualität, sondern überrascht stattdessen durch eine edle Auswahl der Tracks. Immerhin 5 bisher unveröffentlichte Songs der Band, ein Drumsolo und "Nelly the Elephant" endlich mal live zu hören (vor der Zeit von Nearfest 2002).
 Die Band, die sich Ende der Sechziger in Hamburg formierte, zeigt sich in exzellenter Spiellaune. So darf eine Live-CD gerne klingen, da stören die technischen Mängel kaum. Die Lightshow-Tapes sind eine schöne Ergänzung zu den Roundhouse und New York Aufnahmen. Enthalten ist umfängliches Basismaterial von Remember the future (Part II). Herrlich auch die "spacigen" Ausflüge des Gitarristen. Da gilt mal ausnahmsweise die Empfehlung an alle Nektar-Fans.. unbedingt kaufen!!! Anspieltipp: "Path of Light"
Freuen darf man sich also auf Volume 2.


Trackliste: The Devils Door , Nelly The Elephant , Cast your fate, Anyway/sorrow, Little Boy, Odysee, Fidgety Queen (She´s so heavy), Ron´s On, Show me the Way, I need love/ Tomorrow, Tomorrow Never comes/ Path of Light, Recognition/ Let it Grow/ Termination
©2005 guenther@krautrockseite.de

Ende März 2005 erschien ein weiterer
"KRAUTROCK"SAMPLER

Novalis: Sonnengeflecht || Harmonia: Dino || Os Mundi: Isn´t it beautiful || Sperrmüll: No freak out || Scorpions: Inheritance || Epitah: Visions || Embryo: Radio Marrakesh || Electric Sandwich: China || Faust: So far || Cluster: Heiße Lippen || Guru Guru: Der Elektrolurch || Kin Ping Meh: Everything || Jane: Scratches on your back || Yatha Sidhra: A Meditation Mass Part 1 || Eroc: Nebelwelt

...20-seitiges Booklet mit kleinen Fotos aus der Anfangszeit.
Eine schöne Kollektion - klar, dass jedem Krautrockfreund spontan noch 70 andere wichtige Bands einfallen würden. Dass die Scorpions auf so einem Sampler vertreten sind, ist eher peinlich. Man darf allerdings froh sein, das Hugo Egon Balder (ex- ex- ex- Birth Control) nicht noch den Begleittext formuliert hat.
Genug der Ironie, ein erster Schritt in eine gute Richtung. So sind doch Bands vertreten, die auf anderen Sampler bisher fehlten. Den "Elektrolurch" gibt es in der vollen Länge, Epitaph mit "Visions", Faust und Embryo als klassische Vertreter sind ebenfalls an Bord. Aber eins wird deutlich - Krautrock ist wieder ein Thema. Und wer auf Qualität und Vielfalt setzt, ist mit diesem Sampler gut bedient.
©2005  guenther@krautrockseite.de

viele detaillierte Angaben zu Krautrock-Platten findet ihr hier:

Krautrock-Lp's: Line up/ Trackliste/ Cover/ KritikKrautrock Album Database

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Agitation Free - Second 1973|| Altona - Chickenfarm 1975|| Amon Duul - Paradieswarts Duul 1971|| Amon Düül - Disaster 1972|| Amon Duul - Experimente 1984|| Amon Duul II - Phallus Dei 1969|| Amon Duul II - Carnival In Babylon 1972|| Amon Duul II - Wolf City 1973|| Annexus Quam - Osmose 1970|| Ash Ra Tempel - Ash Ra Tempel 1971|| Ash Ra Tempel - Join Inn 1973|| Ashra - New Age Of Earth 1977|| Berkers, Jerry - Unterwegs 1972|| Between - Dharana 1974|| Birth Control - Operation 1971|| Birth Control - Backdoor Possibilities 1976|| Blackwater Park - Dirt Box 1972|| Broselmaschine - Broeselmaschine 1971|| Broselmaschine - Peter Bursch Und Die Broselmaschine 1975|| Can - Soundtracks 1970|| Can - Saw Delight 1977|| Can - Delay 1981|| Cluster - Cluster 1971|| Cluster - Sowiesoso 1976|| Cluster and Eno - Cluster and Eno 1977|| Cluster - Grosses Wasser 1979|| Cosmic Jokers - Cosmic Jokers 1974|| Cosmic Jokers - Gilles Zeitschiff 1974|| Cravinkel - Cravinkel 1970|| Czukay, Holger - La Luna 1996|| Deuter - D 1971|| Deuter - Aum 1972|| Deuter - Haleakala 1978|| Dies Irae - First 1971|| DOM - Edge Of Time 1972|| Dzyan - Dzyan 1972|| Dzyan - Time Machine 1973|| Dzyan - Electric Silence 1974|| Eloy - Inside 1973|| Eloy - The Power And The Passion 1975|| Embryo - Opal 1970|| Embryo - Surfin' 1975|| Embryo - Bad Heads And Bad Cats 1976|| Emtidi - Saat 1972|| Epitaph - Epitaph 1971|| Eroc - Eroc 1975|| Exmagma - Goldball 1974|| Faust - Faust 1971|| Frame - Frame Of Mind 1972|| GAA - Auf Der Bahn Zum Uranus 1974|| Genrich, Ax - Highdelberg 1975|| Giger, Peter - Family Of Percussion 1975|| Golowin, Sergius - Lord Krishna Von Goloka 1973|| Gomorrha - Trauma 1971|| Grobschnitt - Grobschnitt 1972|| Grobschnitt - Jumbo 1975|| Guru Guru - Hinten 1971|| Guru Guru - Kanguru 1972|| Guru Guru - Guru Guru 1973|| Hax Cel - Zwai 1972|| Holderlin - Holderlin's Traum 1972|| Holderlin - Clowns And Clouds 1976|| Ihre Kinder - Werdohl 1971|| Ikarus - Ikarus 1971|| Kalacakra - Crawling To Lhasa 1972|| Karthago - Karthago 1971|| Kraan - Kraan 1972|| Kraftwerk - Autobahn 1974|| Kraftwerk - Computer World 1981|| Langsyne - Langsyne 1976|| Lightshine - Feeling 1976|| Limbus 4 - Mandalas 1970|| Mammut - Mammut 1971|| Missus Beastly - Missus Beastly 1970|| My Solid Ground - My Solid Ground 1971|| Mythos - Mythos 1972|| Necronomicon - Tips Zum Selbstmord 1972|| Nosferatu - Nosferatu 1970|| Organisation - Tone Float 1970|| Out Of Focus - Wake Up 1970|| Out Of Focus - Four Letter Monday Afternoon 1972|| Passport - Looking Thru 1974|| Pell Mell - Rhapsody 1976|| Popol Vuh - Seligpreisung 1973|| Popol Vuh - Aguirre 1974|| Prof. Wolfff - Prof. Wolfff 1972|| Rahn, Lutz - Solo Trip 1978|| Ramses - La Leyla 1976|| Randy Pie - Highway Driver 1974|| Roedelius, Hans Joachim - Durch Die Wuste 1978|| Roedelius, Hans Joachim - Lustwandel 1981|| Roedelius, Hans Joachim - Wenn Der Sudwind Weht 1981|| Rother, Michael - Flammende Herzen 1977|| Rufus Zuphall - Phallobst 1971|| Sand - Golem 1974|| Schulze, Klaus - Irrlicht 1972|| Schulze, Klaus - Blackdance 1974|| Second Life - Second Life 1971|| Seedog - We Hope To See You... 1974|| Siddhartha - Weltschmerz 1975|| Siloah - Siloah 1970|| Sparifankal - Bayern Rock 1976|| Tangerine Dream - Alpha Centauri 1971|| Tangerine Dream - Green Desert 1973|| Think - Variety 1973|| Vinegar - Vinegar 1971|| Wallenstein - Blitzkrieg 1972|| Wallenstein - Charline 1978|| Wallenstein - Blue Eyed Boys 1979|| Walpurgis - Queen Of Saba 1972|| Wind - Seasons 1971|| Witthueser and Westrupp - Der Jesuspilz 1972|| Witthueser and Westrupp - Bauer Plath 1972|| Yatha Sidhra - A Meditation Mass 1973|| Zweistein - A Very Simple Song 1970||