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Starlet des
Krautrock ? - Uschi Obermaier wurde 60!
High Times und das wilde Leben
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Mit 60 Jahren
ziert Uschi immer noch (bzw. wieder) die Titelseiten (hier aktuell: Park
Avenue).
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Das
Deutschlandradio spricht sogar schon von den "Uschi Obermaier
Festspielen".
Uschi überall: bei Beckmann, in der FAZ, Spiegel Online, Hamburger
Abendblatt
und auf der Krautrockseite
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... dabei
begann alles so harmlos in einer Krautrockband:
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Zwischen APO, Amon Düül und Coca-Cola
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24.9.46
- Uschi
Obermaier wird in München geboren. Fast exakt 22 Jahre später lernt sie
Rainer Langhans von der Kommune 1 aus Berlin, bei den
Essener Songtagen
1968 (Veranstalter
R.U. Kaiser) in der Grugahalle kennen.
Uschi war im Schlepptau von
Amon Düül zu diesem wohl wegweisenden Ereignis
(für den Krautrock) gereist. Außer den Düüls traten hier weitere
Größen, der noch frischen deutschen Rockszene auf:
Guru Guru,
Tangerine
Dream +
Soul Caravan. Höhepunkt des 5-tägigen Festivals war sicherlich die
Performance von
Frank Zappa & the Mothers of
Invention.
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Seit diesen
Tagen waren U. Obermaier und R. Langhans ein Paar und fortan Objekt der
Regenbogenpresse und deren Objektive; Stichwort: Rock-Groupie meets APO.
Uschi strahlte leichtbekleidet in jede Kamera und umgab sich mit den
schillernden Personen des Rock-Business (Mick Jagger +
Jimi Hendrix).
Langhans artikulierte wirres Zeug zur politischen Lage der Nation. Jedes
noch so dumpfe Geschwafel der beiden, wurde als eine politische Aussage
einer ganzen Generation in den Medien verkündet.
Kleiner
Gedankensprung...
Es sollten die unruhigsten Jahre in der noch vergleichsweise jungen Republik
werden. Terroristische Anschläge waren fast an der Tagesordnung; die
Demokratie wurde einer ernsthaften Prüfung unterzogen.
Genau in dieser
Zeit sollte der Krautrock seine kreativste Phasen (1968 -
74) haben.
Allerdings Texte und politische Positionen (z.B. durch Grafiken auf dem
Plattencover)
durchliefen einige "Filter" mehr, als in anderen Ländern.
Dafür sorgte schon die heimische Plattenindustrie.
Wer sich kritisch zu den damaligen Verhältnissen in der "BRD"
äußerte, war schnell in den Verruf des Sympathisanten geraten. Kein Klima
um entspannt Musik zu machen. Auch wenn es wie ein wiederholtes in Schutz
nehmen für den Krautrock ausschaut, einfach hatten es die Jungs wirklich
nicht.
Dabei hatten John Lennon und Yoko Ono es so schön vorgelebt. Wenig Aussage
("Make love, not war!") und trotzdem einen Riesen-Medienrummel.
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Ihnen (den Krautrockern) blieb also wirklich nur die Musik. Mediale
Unterstützung gab es kaum. 1972 tauchte Manuel Göttsching
mit seiner
"Rosi" auf. Rosemarie Müller war auch ein ehemaliges Fotomodell
und bewegte sich im privaten und musikalischen Dunstkreis des Ash Ra - Chefs
Göttsching. Für das notwendige (vermarktungstechnische) Interesse sorgte
Rosi aber auch nicht.

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DVD
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Buch
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Resultat der
"Krautrock-Ära": viel Chaos - wenig Glanz und Glitter.
Krautrock musste ohne Ikonen und Glamour auskommen - übertragen formuliert:
ein geschlechtsloses Wesen ohne Ecken und Kanten. Es war einfach da.
Vielleicht erklären sich daher auch Bands wie Neu! oder
Cluster.
"Sich bekennen" war heikel - Vorbilder (sollte) es keine geben.
Identifikation mit dem Mutterland - Fehlanzeige. Die Vorzeigemusiker waren
wortkarge Individualisten, konzentriert auf ihre elektronischen
Gerätschaften - zurückgezogen ohne Lust auf Kommerz.
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Zurück zu Uschi Obermaier; sie war mittlerweile zum *Sternchen* der
Popszene aufgestiegen: Titelbild hier, Filmrolle (Rote
Sonne) dort.
1973
hatte sie sich
in Dieter Bockhorn verliebt. Mit ihm durchreiste sie die Kontinente.
Bockhorn verunglückte 1984 tödlich.
Heute lebt Uschi in der Nähe von Los Angeles
und fertig Modeschmuck an. Ende Januar 2007 erschien ihr Buch (Mitautor: Olaf
Kraemer) bei Heyne, Titel: HIGH
TIMES. Am 1.
Februar 2007
kam der Film „Das wilde Leben“ [Summer Wine (Titelsong) -
Ville Valo &
Natalia Avelon...
] in
die deutschen Kinos.
R. Langhans läuft weiterhin seiner Zeit & der Realität "hinterher".
Für die Krautrock-Szene hatten Uschi und Rosi die gleiche Bedeutung wie
Daisy Duck für den Rock *n Roll
..... nämlich keine. (guenther-
juli07)
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Uschi mit 50
(1996)
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