NEU! 72 LIVE featuring KRAFTWERK Mitbegründer EBERHARD KRANEMANN

 

"A retrospective box set of the influential krautrock group will be available from 10 May on Groenland Records. The set contains four vinyl LP's; NEU!, NEU! 2, NEU! ‘75 and NEU! ‘86 as well as NEU! ‘72, a previously unreleased 17 minute recording of the group rehearsing, and a 36-page picture book with contributions from Anton Corbijn, Peter Lindbergh and others." -[wire/16.03.2010]

 

 

 

  Aktuelles Interview mit Eberhard Kranemann zu
  NEU! 72 live - non-public test
 
hier

 

 

3. Mai - Stadtgarten Köln:  Nurse With Wound - feat. Eberhard Kranemann
 
 
 

English Version

 

 
    
 

Auf Grönland Records (gegründet von Herbert Grönemeyer) erscheint demnächst eine aufwendig gestaltete Vinyl-Box mit dem Werk der Krautrock-Band NEU! Der Einfluss dieser Band auf die Musikgeschichte ist immens (D.Bowie, Radiohead...) und ihr Kultstatus nahezu beispiellos.
Im Mai 2010 erscheinen nun im frischen Gewand folgende Aufnahmen: «Neu!» (1972) «Neu! 2» (1973) und «Neu! '75» (1975) & bisher unbekannte Live Aufnahmen von 1972.
Eberhard Kranemann, Bandmitglied der Gruppe NEU! im Jahre 1972 (Bass, Cello, Hawaiigitarre) berichtet hautnah
+ direkt aus den Anfangszeiten von Kraftwerk und NEU!

 
NEU! 72 non-public test

 

   Groenland Records 2010   

1971 haben Klaus Dinger und Michael Rother mit dem Toningenieur und Co - Produzenten Conny Plank die aufsehenserregende LP: NEU! eingespielt, die 1972 auf dem Brain-Label veröffentlicht wurde und durch Metronome in den Vertrieb kam.
Hier zeigten sich die beiden Musiker in Zusammenarbeit mit ihrem Toningenieur als kreative Klangkünstler, die in aufwändigen Mehrspuraufnahmen und Conny Plank-spezifischen Sound-Innovationen aufhorchen ließen. Der Ruf nach live-Performances ließ nicht lange auf sich warten. Zu zweit konnten die beiden das unmöglich bewerkstelligen. Sie holten sich Unterstützung in Form von Eberhard Kranemann, der 1967 gemeinsam mit Florian Schneider-Esleben die ersten Klangexperimente in Richtung KRAFTWERK unternommen hatte und mit dem sie beide dann auch gemeinsam in der Gruppe KRAFTWERK aufgetreten sind (KRAFTWERK im FORUM LEVERKUSEN live 1971). Anstatt jedoch die alten Titel zu reproduzieren, spielten die drei munter drauflos und entwickelten einen ganz neuen Sound, den man in diesen Probeaufnahmen von 1972 hören kann:

1.  "6 May '72, Part 1“ (7:47)

- Klaus Dinger, Schlagzeug + Gesang
- Michael Rother, Gitarre
- Eberhard Kranemann, Bass

Hier hört man das, was man sich von heutigen Bands wünschen würde, was aber nicht mehr üblich ist: Diese drei Burschen rocken ab, was das Zeug hält, ohne Rücksicht auf Verluste. Da ist ein Druck dahinter, es dampft, es schiebt nach vorne, es geht ab wie die Post. Power. Energie. Sehr gutes Zusammenspiel der drei Musiker - diese Freiheit, zu reagieren - totale Verausgabung, Hingabe, Wildheit, rhythmische Intensität. Diese Spielfreude überträgt sich direkt auf den Hörer.

2.  "6 May '72, Part 2“ (6:10)

- Klaus Dinger, Schlagzeug
- Michael Rother, Gitarre
- Eberhard Kranemann, Hawaii-Gitarre

Auf dieser Aufnahme erkennt man gut den von der Gruppe "NEU!-72-LIVE" praktizierten Rhythmuswechsel. Je nach Lust und Laune lassen sich die drei Musiker von ihren subjektiven Stimmungen leiten, reagieren aufeinander, werden mal schneller, mal langsamer, brechen auf, fallen ab. Interessant ist die selten benutzte Hawaii-Gitarre: Zunächst in der Bass-Funktion eingesetzt, mit gleitenden Tönen, dann in der Diskant-Funktion, zum Teil mit Tönen zwischen den in der europäischen Kulturmusik üblichen Halbtonschritten, von leichten, schwebenden Einzeltönen bis hin zu chaotischem Klanggewitter.

3.  "6 May '72, Part 3" (2:30)

- Klaus Dinger, Schlagzeug + Gesang
- Michael Rother, Gitarre
- Eberhard Kranemann, Bass

Vom Chaos zur Ordnung zur Auflösung = Darstellung des Lebens in akustisch-symbolischer Form. Der Klang als
flüchtige und einmalige Erscheinung - wie eine Welle des Flusses, in den man nicht zweimal steigt. Die Herrschaft des Moments über Dauer und Bestand = NEU!-72-LIVE!

 

 

PISSOFF ··· KRAFTWERK ··· NEU! ··· FRITZ MÜLLER ···     ··· 1967 - 1977 ··· 

Die Erfindung deutscher Rockmusik - Die Düsseldorfer Szene - Das Zentrum der Welt
Eberhard Kranemann

Ich wurde am 7. März 1945 in Wismar geboren, bin in Dortmund aufgewachsen, habe da das Abitur gemacht, am Konservatorium klassischen Kontrabassunterricht erhalten, klassische Orchestermusik gespielt (u.a. Telemann, Bach, Mozart, Händel) und in verschiedenen Jazz-Gruppen mitgearbeitet, zum Beispiel mit Frank Wunsch, der heute an der Musikhochschule Köln als Professor das Jazz-Klavier unterrichtet.
1965 bin ich nach Düsseldorf gegangen, um Kunst an der Kunstakademie zu studieren. Das Geld zum Studium habe ich mir als Orchestermusiker verdient, zunächst am Dortmunder Schauspielhaus, danach am Düsseldorfer Schauspielhaus unter der Leitung von Karl-Heinz Stroux. Die Nächte habe ich in diversen Jazzclubs verbracht, unter anderem mit dem Holger Clausen Trio. In einer Düsseldorfer Jazz Big Band zupfte ich den Kontrabass. Das ging zwar ganz schön ab, war ordentlich Power drin, aber nur immer nach Noten festgelegte Standards spielen, das war es nicht. Irgendwann um 1966 / 67 bekam ich das Gefühl sich wiederholender Strukturen und begann mit Klängen, Geräuschen und anderen Instrumenten zu experimentieren. Zu den beiden Kontrabässen, die ich schon besaß, kaufte ich mir einen Elektrobass mit Verstärkeranlage, eine Hawaiigitarre, eine Klarinette und ein Tenorsaxofon. Dazu bekam ich noch ein Cello geschenkt. Mit diesen verschiedenen Instrumenten konnte man ja so tolle Geräusche machen ! Merkwürdige Klänge, die man sonst in der Musik nicht hörte. Das faszinierte mich, und ich beschäftigte mich von dieser Zeit an -bis heute- mit Klang-Experimenten.

Das erste Projekt nannte sich PISSOFF (1967 / 68). Ich suchte und fand Gleichgesinnte an der Düsseldorfer Kunstakademie, wo wir alle studierten ( ich studierte Malerei bei Professor Rupprecht Geiger, die anderen kamen aus der Klasse Joseph Beuys / Bildhauerei.). Unsere Auftritte sahen folgendermaßen aus : Wir stellten die Verstärker auf die Bühne, drehten sie voll auf, und dann ging es los : Ohne Absprache, ohne jede Regel, ohne eine bestimmte Tonart, ohne einen festgelegten Rhythmus, jeder so laut und so viel und so lange er konnte. Wir spielten meist nur ein Stück - das dauerte so ungefähr drei Stunden. Dann war die Luft 'raus, alle waren nassgeschwitzt und völlig fertig, es ging NIX mehr !

Das war ein Toben + Schreien gegen Konvention, gegen Norm + Anpassung. Einen ganz großen, berühmten Auftritt hatten wir zusammen mit Joseph Beuys im Creamcheese / Düsseldorf (1968), der damaligen Szene-Kneipe der Düsseldorfer Altstadt, die auch Frank Zappas Stammkneipe wurde, wenn er in Europa war. Beuys machte seine Handaktion - drei Stunden, sehr ruhig, konzentriert, intensiv, minimale Bewegung. Wir aktionistisch Klang-Musik-Geräusch-Terror. Drei Stunden Weltuntergang. Laut. Krach. Chaos ! Schmerzgrenze. Der Laden war gerammelt voll. ALLE WAREN DA ! Auch das Fernsehen (WDR 3 hat gefilmt und Ausschnitte gezeigt).

Zu dieser Zeit (1967) drückte sich immer häufiger ein junger Bursche in den dunklen Ecken herum und guckte und hörte, was wir da machten. Der schien das ganz interessant zu finden. Er hieß Florian Schneider-Esleben, ging noch zur Schule und hatte eine Querflöte. Wir spielten ein bisschen zusammen, mal in meiner Wohnung, mal im Haus seiner Eltern, dann mit verschiedenen anderen Musikern in unterschiedlichen Besetzungen. Basil Hammoudi (Conga) war dabei, aber auch Cap (Trompete) und ein klassischer Gitarrist.

Früher gab es in den Kellergewölben der Düsseldorfer Kunstakademie berühmt-berüchtigte Karnevalsfeiern. Drei Nächte durch ohne Pause. Da passierte alles, was es gibt und was es nicht gibt. 1967 spielte ich da mit PISSOFF. Tangerine Dream und ein paar andere Gruppen traten da ebenfalls auf. Drei heiße Nächte. Totaler Kampf. Musik, Geräusche, Klänge, Krach bis zum Umfallen. Das Publikum tobte und tanzte wie irrsinnig. Ich sagte Florian bescheid, er solle mal mit seiner Flöte vorbeikommen. Er kam, setzte sich unauffällig in eine Ecke der Bühne und versuchte, gegen den ohrenbetäubenden Lärm mit seiner Flöte anzuspielen.

Eines Tages schleppte Florian so einen Hammond-Orgel-Spieler aus Krefeld an. Wir probierten den aus. Das ging ganz gut. Der hieß Ralf Hütter und studierte Architektur. Wir bildeten eine Gruppe, ein Quartett, das ganz gut lief - auch mit Auftritten. Besetzung: Florian Schneider-Esleben, Flöte // Ralf Hütter, Hammond-Orgel // Eberhard Kranemann, Bass // Paul Lovens, Schlagzeug. Der berühmteste Hammond-Orgel-Spieler der Welt war damals Jimmy Smith, ein schwarzer Amerikaner. Damals ( 1968) gab Jimmy Smith ein Konzert in der Tonhalle Düsseldorf, danach kam die ganze Band in den Jazzclub Dum Dum in der Düsseldorfer Altstadt, wo wir gerade ordentlich einheizten : Ralf auf seiner Hammond M 100, Florian-Querflöte, ich spielte Bass und der Schlagzeuger Paul Lovens ließen die Fetzen fliegen. Super Stimmung. Laden brechend voll. Die Post ging ab! Die blue notes und die Synkopen flogen nur so durch den Raum. In Jazzclubs ist es üblich, dass Gastmusiker, die gerade in der Stadt sind, "einsteigen", aus Spaß bei anderen Bands mitspielen. Das wurde auch von Jimmy Smith erwartet. Der jedoch guckte sich Ralfs Orgel an, sagte "Mickey Mouse Organ" und verschwand wieder. Er selbst spielte nur die große B 3 von Hammond, Ralfs M 100, das kleinere Modell, war ihm zu mickrig. Kenny Burrell, der Gitarrist der Jimmy Smith Band, blieb da, packte Gitarre und Verstärker aus und spielte mit. Es wurde eine schöne Session-Nacht.

Im Rahmen meiner Arbeit als Musiker am Düsseldorfer Schauspielhaus - ich brauchte das Geld zum Überleben, die Klangexperimente brachten nichts ein, die paar Konzerte reichten nicht aus -  hatte ich Aufnahmen in einem Musikstudio in Godorf am Rhein, in einem Industriegebiet zwischen Köln und Bonn. Die hatten da einen Tontechniker, der hieß Conny Plank. In Hamburg hatte er zuvor Musik von Udo Lindenberg und Otto Waalkes aufgenommen. Das war natürlich nix. Die Post ging in der Rheinschiene ab! Also, Conny arbeitete da zunächst als angestellter Tontechniker. Das Düsseldorfer Schauspielhaus hatte Studio und Techniker gemietet, um Musik für die Einweihung des neuen Düsseldorfer Schauspielhauses produzieren zu lassen.

Ich war als Bassist dabei. Während der Arbeit stellte sich heraus, dass man noch einen Flötisten brauchte. Also habe ich Florian zur nächsten Aufnahmesession mitgebracht. Es klappte alles ganz gut. Das neue Schauspielhaus in Düsseldorf wurde mit unserer Musik eingeweiht. Und das wurde auch der KRAFTWERK-Conny Plank-Kontakt, ohne den es KRAFTWERK so nie gegeben hätte.

Ich fand heraus, dass Conny andere Dinge im Kopf hatte, als Auftragsarbeiten für verschiedene Arbeitgeber abzuleisten. Er fing damals schon an, nachts, wenn das Studio nicht vermietet war, Gruppen aufzunehmen, die anders klangen, als es damals üblich war. Hier begann eine langjährige Zusammenarbeit und Freundschaft. Mal brauchte er für Brian Eno, der gerade in seinem Studio arbeitete, ein Cello und ein Saxofon. Ich besaß so etwas, also brachte ich es ihm. Dann hat er David Bowie meine FRITZ MÜLLER-Musik vorgespielt, die wir gerade in seinem Studio aufgenommen hatten. Der fand meinen Gitarrensound geil und wollte mich in seiner Band als Gitarristen haben. Ich fand den aber immer schon doof und bin gar nicht erst hingefahren. Später hat er mit Adrian Belew einen Gitarristen mit ähnlichem Klangspektrum gefunden. Inzwischen spielt David Bowie selbst Gitarre - das klingt so wie meine Gitarre damals geklungen hat.

Die Arbeit mit Florian und Ralf machte Fortschritte. Wir hatten einen Proberaum zwischen Puff und Hauptbahnhof Düsseldorf in einem Hinterhaus, da konnte man ungestört laute Musik machen. Es gab damals viele Experimente mit unterschiedlichen Klängen und wechselnden Musikern.

Florian arbeitete mit elektrisch verstärkten Flöten, die er durch allerhand Filter jagte, um zu Klangverfremdungen zu gelangen. Er hatte alle Querflöten : Piccolo, C-Flöte, Altflöte, Bassflöte (sehr selten und schwer zu spielen). Zwischen elektrischem Flötenmodul und Endverstärker hatte Florian Echogeräte mit unterschiedlichen Echogeschwindigkeiten verkabelt, sodass sich Tongebirge überlappender Flötenklänge verschiedener Tempi und Rhythmen ergaben. Super! Am besten hat mir sein Sound auf der Altflöte gefallen : cool, ruhig, philosophisch, tiefgründig. Auch experimentierte er mit einer elektrischen Geige, die er im Sitzen auf dem Schoß spielte, mit damals noch sehr fremd klingenden arabischen Tonskalen.
Ralf arbeitete daran, der Hammond-Orgel andere Klänge zu entlocken : Er verzichtete auf die perkussive Anschlagsdynamik und Vibrato-Effekte. Blue Notes und Synkopen der amerikanischen Jazz, -Soul, -Rhythm and Blues-Musik kamen in den Mülleimer. Heraus kam ein neutrales Klangbild, wie es eher in der modernen klassischen Musik anzutreffen ist, so zum Beispiel bei György Ligeti. Ich spielte einen viersaitigen Elektrobass, elektrisches Cello (das gab es damals noch nicht - habe ich mir zusammengebastelt) und eine Hawaiigitarre. Den Bass spielte ich einerseits in der Rhythmus-und-Harmoniefunktion bassig klingend, andererseits mit Wah-Wah-Pedal und Verzerrer (sonst nur von Gitarristen benutzt). Heraus kamen merkwürdige Klänge - wie aus einer anderen Welt- eher solistisch eingesetzt. Dem elektrischen Cello entlockte ich Klänge arco und pizzicato - von weich, harmonisch, lieblich bis aggressiv, verzerrt, laut, kratzend, schreiend. Die Saiten der Hawaiigitarre stimmte ich je nach Gefühl subjektiv um und fuhr mit einem Stück Eisen auf den Saiten spazieren - sehr eigenwillig und NEU !  Einmal hatten wir einen Auftritt zusammen mit anderen Gruppen - da war auch die Free Jazz-Gruppe des Pianisten Wolfgang Dauner dabei. Diese Musikerkollegen waren ganz begeistert von meinem Elektro-Cello und Hawaiigitarrenspiel. So etwas hatten die vorher noch nie gehört : Wer ist das? Was macht er da? Wie macht der das? Charly Weiss, ein Free-Jazz Schlagzeuger, der aus Berlin zu uns gekommen war, spielte zum Teil in der Rhythmusfunktion, zum Teil aber auch freie, perkussive Klangelemente.

Um 1970 / 71 herum verabschiedete sich Ralf aus der Gruppe Kraftwerk . Er hatte wohl das Gefühl, erst einmal sein Architektur-Studium in Aachen zu Ende bringen zu müssen. Wir arbeiteten zu dritt weiter. Florian, Charly und ich. Hartes Brot. Jeden Tag Probe von 17.00-24.00 Uhr. Kaum Jobs. Keine Kohle. Kaum Erfolgserlebnisse, die die Arbeit bestätigten.

Ein paar Auftritte gab es Ende 1970, Anfang 1971:


Kraftwerk im Creamcheese Düsseldorf am 2. Weihnachtstag, 26.12.1970, 
mit Florian Schneider-Esleben - Flöte, Eberhard Kranemann - Bass, Cello, Hawaiigitarre, Charly Weiss - Schlagzeug.

 

Konzert im Forum Leverkusen am Montag, den 15. Februar 1971, Besetzung : Florian Schneider-Esleben - Flöten, Geige, elektrische Perkussion, Eberhard Kranemann - Bass, Cello, Hawaiigitarre, Houschäng Nejadepour und Michael Rother - Gitarre, Klaus Dinger - Schlagzeug.

 

Kraftwerk in der Werkkunstschule Krefeld am Mittwoch, den 17. Februar 1971, mit Florian Schneider-Esleben - Flöte, Violine, Eberhard Kranemann - Bass, Cello, Hawaiigitarre, Houschäng Nejadepour - Gitarre, Klaus Dinger - Schlagzeug.

 

Die Dinge gerieten in Bewegung. Ich probierte härtere Sounds mit Klaus Dinger und Michael Rother in der Gruppe NEU ! Klangbeispiel : CD NEU ! '72 live in Düsseldorf ( Captain Trip Records, Tokyo, Japan) - " This is one of the most important documentary in German rock history!".

Weihnachten 2007 habe ich beim Stöbern auf dem Dachboden in meinem FRITZ MÜLLER KLANGARCHIV 4 Stunden unveröffentlichtes NEU! -Livematerial gefunden- Mitschnitte, die ich bei verschiedenen Konzerten mit einem alten Spulentonband gemacht und 30 Jahre lang vergessen hatte -  Super Sounds, pure Energie, klingt teilweise wie vorweggenommener Punk, der Hammer!

FRITZ MÜLLER - Multimedia-Projekt Kunst + Musik : Performances mit Conny Plank und Christa Fast, Musikern, Schauspielern und Medienkünstlern u. a. in Berlin, Hamburg, Düsseldorf, Köln. LP bei Teldec 1977. Klangmaschine mit Klaus Dapper. Musik für
Rundfunk und Fernsehen. Kunstausstellungen im In- und Ausland : Malerei, Grafik, Plastik, Fotografie, Performance. Bluepoint Underground: Konzerte, Multimedia-Projekte, CD - Produktion "Bluepoint Underground in New York City", Captain Trip Records, Tokyo, Japan ( "Deep Intellectual Electronic Punk! Great Stuff !!!"). Crossovermedia, Werkstatt für interdisziplinäre Kunst: Multimediale Projekte: Theater, Tanz, Klang, Licht, Film. Klanginstallationen und Klangkunstperformances in Museen und Galerien. Kranemann + BrindlArt - Interdisziplinäre Künstlergruppe - Konzeptkunst. Aktionskunst. Performances und CD-Produktion mit Yoichiro Kita, Elektronik-Spezialist und Trompeter des legendären Shibusa Shirazu Orchestras aus Tokyo mit der japanischen Butoh-Tänzerin Yukino Nono.

Im Laufe des Jahres 2007 gab es weltweit eine Krautrock-Renaissance. Besonders die Musik der frühen Düsseldorfer Jahre 1967-1977 wurde international gefeiert: "Düsseldorf war mal das musikalische Zentrum der Welt. Die Düsseldorfer Schule lieferte die Hauptimpulse für die Emanzipation deutscher Musik." Das WDR-Fernsehen berichtete über diese Zeit, auch Kranemann stellt hier die Entwicklung aus seiner Sicht dar. Das Kölner Stadtmuseum präsentiert die Ausstellung "Pop am Rhein". Die Fachzeitschrift Musik Express berichtet über FRITZ MÜLLER. Auf internationalen Internet-Seiten wird die FRITZ MÜLLER LP von 1977 -30 Jahre nach der Veröffentlichung- heiß diskutiert und hoch gelobt:
"Incongruous outbursts that range in tone from glazed Floyd-ian grandiosity to an 8+ minute slab of acid fried psychosis called "Fritz Müller Traum", that sounds like Ron Geesin leading a marching band through an early Tangerine Dream synthetic vaporspace."
"Krautrock, heavy psych sounds, ZAPPAeske rock satire, fuzz guitars, electronic vibes in the HARMONIA / NEU! vein, freaked-out comedy lyrics, punky trashy garage, feedback avantgarde noise, GURU GURU moments."-"This guy was surfing lightyears before the spirit of time. A masterpiece!!!"

Revisited Records / SPV 306042-CD-New Release 2008-FRITZ MÜLLER ROCK

 

www.e-kranemann.de ··· www.experimentalkunst.com ··· www.krautrockseite.de/fritz_mueller.htm ··· www.youtube ··· www.fritzmueller.info ··· www.krautrockseite.de/ewig ··· http://www.discogs.com ···

videos on www.youtube.com
 
··· www.youtube.com - kranemann // Eberhard Kranemann live in Wuppertal2009 // Faust + Fritz Mueller live @ BootBooHook 2009 // Faust + Fritz Mueller + Jutta Weinhold @ Avantgarde Festival Schiphorst 2009 // Faust + Fritz Mueller "Kraut Fuer Ewig" @ Avantgarde Festival Schiphorst 2009 // Nurse With Wound + Fritz Mueller + Geoff Leigh @ Avantgarde Festival Schiphorst 2009 // Uwe Bastiansen, Zappi Diermaier & Fritz Mueller @ Avantgarde Festival Schiphorst2 009
 
···  

 
© krautrockseite Günther Ketterer 2010

startseite / home